Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) hat einen Rahmenvertrag mit dem deutschen Unternehmen Dynamit Nobel Defence GmbH über das fahrzeuggestützte Minenwerfsystem Skorpion 2 abgeschlossen. Der Vertrag läuft bis 2032 und hat einen Gesamtwert von rund 4 Milliarden Schwedischen Kronen. Ein erster Abruf im Wert von rund 900 Millionen Schwedischen Kronen wurde bereits durchgeführt.
„Diese Beschaffung ist wichtig, um die Verteidigung von schwedischem und alliiertem Territorium zu stärken. Panzerabwehrminen sind nach wie vor von großer Bedeutung für die Möglichkeit, den Vormarsch feindlicher Kräfte am Boden zu behindern und zu verzögern", sagt Jonas Lotsne, Leiter des Geschäftsbereichs Heeresmaterial bei der FMV.
Laut einer Pressemitteilung der FMV umfasst die Beschaffung fahrzeuggestützte Minenwerfsysteme, scharfe Munition und Übungsmunition sowie Ausbildungs- und Vorführmaterial. Das System soll den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) eine erhöhte Fähigkeit verleihen, schnell Panzerabwehrminen auszulegen, um insbesondere den Vormarsch mechanisierter Verbände zu behindern oder zu verzögern.
Skorpion 2 ist eine Weiterentwicklung des früheren Skorpion-Systems und kann zusammen mit mehreren verschiedenen Fahrzeugplattformen eingesetzt werden. Das System ist in der Lage, bis zu 400 Minen in zehn Minuten zu verlegen, wobei der Bediener die Gestaltung des Minenfeldes an Gelände und Auftrag anpassen kann.
Auch Dänemark und Lettland haben sich für die Beschaffung des Skorpion 2 entschieden. Laut FMV trägt dies zu einer verbesserten Koordination und Interoperabilität zwischen den Verteidigungsfähigkeiten der Länder bei.

