Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) hat eine neue Bestellung über 35 schwere Bergungsfahrzeuge für die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) aufgegeben. Der Auftrag, der sich auf rund 420 Millionen Schwedische Kronen beläuft, geht an den polnischen Lieferanten Szczesniak.
– Diese Fahrzeuge stellen eine sehr willkommene Stärkung der Bergungskapazität der Schwedischen Streitkräfte dar. Das Projekt hat hart und erfolgreich daran gearbeitet, einen engen Lieferzeitplan einzuhalten, sagt Jonas Silfver Wikstrand, Abteilungsleiter für schwere Radfahrzeuge bei der FMV.
Die Bestellung ist die zweite im Rahmen eines Vertrags, der Anfang 2025 geschlossen wurde. Im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss wurde eine erste Bestellung über zehn Fahrzeuge aufgegeben.
Die neuen Fahrzeuge sind auf einem vierachsigen, allradgetriebenen Fahrgestell von Scania aufgebaut und wiegen rund 34 Tonnen. Sie sind unter anderem mit mehreren Winden sowie einem Hauptausleger mit einer Hubkapazität von 20 Tonnen ausgestattet. Die Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, sämtliche Radfahrzeuge der Schwedischen Streitkräfte bergen, heben und abschleppen zu können.
Auch der Zeitrahmen des Projekts wird hervorgehoben. Ein schweres Bergungsfahrzeug dieses Typs wird laut den Systemingenieuren der FMV in etwa zwölf Monaten gebaut.
– Ein schweres Bergungsfahrzeug in rund zwölf Monaten zu bauen ist eine Leistung. Es war ein umfangreicher Aufwand für uns bei der FMV, bei dem wir sehr gute Unterstützung von den Schwedischen Streitkräften erhalten haben, sagen Lars Nordin und Peter Gessl, Systemingenieuren bei der FMV.
Die Fahrzeuge sind für den Einsatz in verschiedenen Bergungssituationen vorgesehen und mit einer Vielzahl von Zubehörteilen ausgestattet, um unterschiedliche Aufgaben bewältigen zu können.

