Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) hat einen Vertrag mit SSC Space über den Aufbau einer Satellitenstartkapazität vom Esrange Space Center in Kiruna (Nordschweden) abgeschlossen. Der Vertragswert beträgt 209 Millionen Schwedische Kronen, und die Kapazität soll bis 2028 einsatzbereit sein.

– Dieser Vertrag ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Weltraumkapazitäten Schwedens und Europas. Durch den Aufbau einer nationalen Satellitenstartkapazität von Esrange aus stärken wir sowohl den schwedischen als auch den europäischen Zugang zum Weltraum – sowohl für die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) als auch für kommerzielle Akteure – und tragen zu mehr Robustheit und Handlungsfreiheit in einem zunehmend strategischen Bereich bei, sagt Charlotta Sund, CEO und Konzernchefin von SSC Space, in einer Pressemitteilung.

Der Vertrag umfasst Systeme und Infrastruktur zur Gewährleistung von Schutz und Verfügbarkeit bei Satellitenstarts der Schwedischen Streitkräfte, von Partnern und Verbündeten von Esrange aus, laut FMV.

– Die Möglichkeit, Satelliten in eine Umlaufbahn zu bringen, stärkt Schwedens Position als Weltraumnation, sagt Carl-Fredrik Edström, Leiter des Geschäftsbereichs Luft und Weltraum bei FMV.

Die Initiative ist Teil eines Regierungsbeschlusses aus dem Jahr 2023, der den Schwedischen Streitkräften bis 2032 rund eine Milliarde Schwedische Kronen für die Entwicklung der schwedischen Weltraumkapazitäten zuweist. Der Beschluss umfasst eine verbesserte Weltraumlageerfassung, den Ausbau der Infrastruktur auf Esrange in Zusammenarbeit mit SSC Space sowie die Möglichkeit für die Schwedischen Streitkräfte, mehrere Satellitenstarts durchzuführen. Eine erste Zusammenarbeit zwischen FMV und SSC Space wurde im Dezember 2024 aufgenommen.

Laut SSC Space arbeitet das Unternehmen mit Firefly Aerospace als Raketenpartner beim Aufbau der Startkapazität zusammen. Der Ausbau des Launch Complex 3C, von dem aus Fireflys Rakete Alpha gestartet werden soll, schreitet planmäßig voran. Verfolgungs- und Kontrollsysteme, Sicherheits- und Depotanlagen sowie das Startkontrollzentrum sind bereits vorhanden.