Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) hat bei Saab eine Bestellung über ergänzende Radarsysteme mittlerer Reichweite sowie Ersatzteile für das Brigadefliegerabwehrsystem der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) aufgegeben. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Schwedische Kronen, mit geplanten Lieferungen in den Jahren 2029 bis 2030. Das Geschäft stellt eine Erweiterung des Grundvertrags über das Brigadefliegerabwehrsystem dar, den die Parteien im Herbst 2025 unterzeichnet haben.

„Dies ist eine wichtige Bestellung für die gesamte Brigadefliegerabwehrkapazität. Jetzt liegt der volle Fokus auf der Nachverfolgung und der Vorbereitung der Lieferungen, damit die Einführung bei den Verbänden so reibungslos wie möglich verläuft", sagt Jonas Lotsne, Leiter des Geschäftsbereichs Heeresmaterial bei der FMV.

Die Zusatzbestellung umfasst Radarsysteme mittlerer Reichweite vom Typ Giraffe AMB sowie zugehörige Führungssysteme und Ersatzteile. Laut der Pressemitteilung der FMV verleiht das neue Material den Verbänden eine „wesentlich erweiterte Sensorfähigkeit".

Die Brigadefliegerabwehr des Heeres hat als primäre Aufgabe den Schutz der eigenen Verbände gegen luftgestützte Bedrohungen wie Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Drohnen und Raketen. Das System soll zudem zur übergeordneten Fähigkeit der Schwedischen Streitkräfte beitragen, diese Bedrohungsarten zu erfassen, zu verfolgen und zu bekämpfen.