Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) gibt auf ihrer Website bekannt, dass bei einer Zeremonie in Enköping (Zentralschweden) eine Anzahl tragbarer Antidrohnen-Systeme an die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) übergeben wurde. Die Systeme sind dafür vorgesehen, an der Gefechtsausrüstung des Soldaten getragen zu werden, und geben dem Soldaten die Fähigkeit, Drohnen zu erkennen und zu stören, ohne die Hauptaufgabe zu beeinträchtigen.

Die FMV hat gemeinsam mit der Führungskampfschule der Schwedischen Streitkräfte in Enköping über mehrere Jahre hinweg Versuche und Erprobungen mit verschiedenen Antidrohnen-Systemen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in drei Kategorien unterteilt: tragbar, stationär und schwer. Tragbare Systeme werden vom Soldaten an der Gefechtsschutzweste, am Rucksack oder in den Händen getragen. Stationäre Systeme werden im Gelände aufgestellt und können täglich versetzt werden. Schwere Systeme sind dafür vorgesehen, über einen längeren Zeitraum an einem festen Standort – beispielsweise an einem Militärflugplatz – betrieben zu werden; schwere Systeme sind in der Regel an eine Form von Führungsunterstützungssystem angebunden.

– In dieser Runde wurden die tragbaren Systeme zusammen mit Zusatzausrüstung übergeben. Wenn alle drei Systemtypen übergeben worden sind, verfügen die Schwedischen Streitkräfte über die Fähigkeit, Drohnen auf allen Konfliktniveaus, in allen Geländearten und unter allen Witterungsbedingungen zu bekämpfen. Die technische Entwicklung in diesem Bereich schreitet schnell voran, was dazu führt, dass die Systeme kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen. Die gewählten Systemlösungen verfügen über diese Fähigkeit, sagt Per Andersson, Projektleiter für Antidrohnen-Systeme bei der FMV, auf der Website der Behörde.