Die Regierung hat der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets Materielverk) die Befugnis erteilt, Verhandlungen mit der Ukraine zu führen und Vereinbarungen abzuschließen. Der Beschluss zielt darauf ab, die Ukraine im Rahmen der Tätigkeit der FMV zu unterstützen, deren Hauptaufgabe die Beschaffung, Entwicklung und Lieferung von Material und Dienstleistungen für die schwedische Verteidigung ist.

Der Generaldirektor der FMV, Göran Mårtensson, erklärt, dass der Beschluss es der Ukraine ermöglicht, Beschaffungen zu beschleunigen, indem sie die Kompetenz und die etablierten Verfahren der FMV für die Durchführung eigener Ausschreibungen nutzt – eine Arbeit, die unverzüglich aufgenommen wird.

Der Regierungsbeschluss erlaubt der FMV, mit der zuständigen Behörde in der Ukraine internationale Vereinbarungen unter anderem über die Beschaffung von Verteidigungsmaterial auszuhandeln und abzuschließen. Der Beschluss eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit zur Zusammenarbeit beim Aufbau und der Entwicklung von Beschaffungsorganisationen und Beschaffungstätigkeiten sowie zum Informations- und Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet.

Die Zusammenarbeit bedeutet somit, dass der Ukraine die Möglichkeit eingeräumt wird, bestehende schwedische Vertragsstrukturen und -verfahren zu nutzen sowie sich laufenden schwedischen Ausschreibungen und bestehenden schwedischen Bestellungen anzuschließen.

Die Regierung hat ferner beschlossen, den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) den Auftrag zu erteilen, Vorbereitungen zu treffen, damit nicht in Verbänden eingesetzte Geschütze des Artilleriesystems Archer, einschließlich zugehöriger Ausrüstung und Munition, instand gesetzt und der Ukraine übergeben werden können. Die Schwedischen Streitkräfte sollen bis spätestens 3. März 2023 die Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Vorhabens darlegen. Bei dieser Arbeit sollen die Schwedischen Streitkräfte mit der FMV zusammenarbeiten.