Die Schwedische Behörde für Verteidigungsmaterial (FMV) hat mit der Übergabe neuer Feuerleitinstrumente des französischen Unternehmens Safran Electronics & Defense an die schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) begonnen. Insgesamt sollen 260 Instrumente an Feuerleitgruppen des Heeres, der Marine und der Heimwehr (Hemvärnet) geliefert werden. Die Lieferungen laufen bis 2028.
Laut FMV umfasst die erste Übergabe 205 Taschen mit Instrumenten und zugehörigen Ersatzteilen. Das System soll zur Beobachtung, Klassifizierung und Lokalisierung von Zielen sowie zur Leitung von indirektem Feuer eingesetzt werden.
Die Hauptkomponente des Instruments ist ein elektrooptisches Fernglas mit Wärmebildkamera, Laserentfernungsmesser, Kompass und Satellitennavigation. Das System verfügt zudem über digitale Kartenunterstützung und kann Zieldaten an die feuernden Einheiten übermitteln. Für Feuerleitgruppen mit besonders hohen Präzisionsanforderungen gehört außerdem ein nordsuchendes Kreiselgerät zur Ausstattung.
„Dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen System. Und es handelt sich um eine lang ersehnte Fähigkeit, die die Streitkräfte sofort einsetzen können", sagt Claes Tamm, Projektleiter für Feuerleitsysteme bei der FMV, in einer Mitteilung der Behörde.
Laut FMV wiegt das neue Instrument rund zehn Kilogramm weniger als sein Vorgänger. Die Lieferung umfasst zudem Test- und Reparaturausrüstung, damit die Streitkräfte die Wartung in Eigenregie durchführen können.
NDS berichtete im September 2025, dass die FMV einen Vertrag mit Safran Electronics & Defense im Wert von rund 488 Millionen schwedischen Kronen unterzeichnet hatte. Die ersten Lieferungen waren damals für das Frühjahr 2026 geplant.

