Die dänische Beschaffungs- und Logistikorganisation des Verteidigungsministeriums (FMI – Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse) wechselt nun von einer Phase umfangreicher Beschaffungen hin zur Implementierung. In den kommenden Jahren sollen über 5.000 Fahrzeuge und 50.000 Waffen an das Heer und die Heimwehr (Hjemmeværnet) übergeben werden. Der Wandel wird als entscheidend beschrieben, damit die Verteidigungsfähigkeiten rechtzeitig aufgebaut werden können.

– Wir gehen von einer Handvoll Projekten pro Jahr zu 30–50 parallelen Projekten mit gleichzeitigen Lieferungen über. Das ist eine völlig andere Größenordnung, die eine wesentlich engere Koordination und Priorisierung unserer Ressourcen erfordert, um eine reibungslose Ausgabe sicherzustellen, sagt Oberst Thomas Øgendahl Knudsen, Leiter der Landdivision bei der FMI.

Laut einer Pressemitteilung der Behörde stellen die großen Mengen neue Anforderungen an die Logistik und die Instandsetzungsbereitschaft der Streitkräfte. Bestimmtes Material, wie Uniformen und Handfeuerwaffen, kann mehr oder weniger unmittelbar nach der Lieferung zugeteilt werden. Andere Systeme, beispielsweise Fahrzeuge, erfordern eine umfangreiche Integration von Komponenten und eine Abnahmeprüfung, bevor sie für den operativen Einsatz bereit sind.

Um die Belastung der eigenen Instandhaltungsressourcen der Streitkräfte zu bewältigen, kartiert die FMI nun die Lieferpläne im Detail. Die Behörde betont zudem, dass die Zusammenarbeit mit der Verteidigungsindustrie in nächster Zeit einen anderen Charakter annehmen wird. Die primäre Aufgabe der Industrie wird zunehmend darin bestehen, die Streitkräfte bei der Instandsetzungsbereitschaft, dem Betrieb und der Wartung zu unterstützen.

Mit den neuen Materialmengen entsteht ein Bedarf, technische Kompetenz rund um alles – von amphibischen Brückenfahrzeugen bis hin zu Mörsersystemen – aufzubauen. Laut Thomas Øgendahl Knudsen muss die FMI nun bereit sein, von alten Prozessen abzuweichen.

– Es besteht das Risiko, dass wir, wenn wir an der Art und Weise festhalten, wie wir es immer getan haben, zu lange brauchen werden – und dann stehen wir da mit einer fantastischen Armee, aber zu spät, sagt er.