Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) hat fünf Unternehmen ausgewählt, die in die nächste Phase des Wettbewerbs Sentinel Strike Challenge aufsteigen, bei dem verschiedene Systeme für sogenannte Loitering Munition später in diesem Jahr unter realistischen militärischen Bedingungen in Portugal getestet werden sollen.

Laut EDA sollen die Tests auf dem Übungsgelände Santa Margarida im Rahmen von EU OPEX26 durchgeführt werden. Die Systeme werden von militärischen Nutzern aus den EU-Mitgliedstaaten unter kontrollierten, aber operativ relevanten Bedingungen bewertet.

Die fünf Unternehmen, die weitergekommen sind, sind Helsing (Deutschland), Destinus (Niederlande), C-Astral (Slowenien), UAVision (Portugal) und Spirit Aeronautical Systems (Griechenland). Jedes Unternehmen erhält einen ersten Preis in Höhe von 30.000 Euro und kommt in die Feldtests. Fünf weitere Unternehmen, Renegade UxS (Dänemark), Robotto (Dänemark), Cerberon Defence Systems (Deutschland), THALES LAS (Frankreich) und ALTUS LSA (Griechenland), erhalten jeweils 10.000 Euro nach der ersten Bewertungsrunde.

Laut EDA bedeutet der Aufstieg nicht, dass die Systeme beschaffungsreif oder einsatzbereit sind. Ziel des Wettbewerbs ist es vielmehr, den Mitgliedstaaten vergleichbare Daten darüber zu liefern, wie die verschiedenen Systeme unter denselben Bedingungen abschneiden, im Hinblick auf die künftige Fähigkeitsentwicklung.

In der zweiten Wettbewerbsphase werden die fünf Finalisten um Preisgelder in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro konkurrieren. Die endgültigen Gewinner sollen im Jahr 2027 bekannt gegeben werden.