Der erste modifizierte Stridsvagn 123A ist in Schweden eingetroffen. Er wurde von der Schwedischen Verteidigungsmaterielverwaltung (FMV) in Skövde (Südschweden) entgegengenommen, nachdem er im Werk von KNDS in München überholt und modifiziert worden war.
Laut FMV erklärte Niclas Lindberg, Leiter der Panzerabteilung der Behörde, dass das Fahrzeug nun einer Verifizierung unterzogen werde. Er fügte hinzu, dass weitere Lieferungen folgen werden, ebenso wie die Ausbildung von Personal der schwedischen Streitkräfte sowie der weitere Aufbau anderer Systemkomponenten. Dazu gehören Munition, Simulatoren und Instandhaltung.
Der Stridsvagn 123A stellt die umfangreichste Modifikation des Stridsvagn 122 seit dessen Indienststellung Ende der 1990er Jahre dar. Zu den Verbesserungen zählen laut FMV ein verbesserter Schutz, neue Sensoren, ein aufgewertetes Waffensystem sowie digitale Subsysteme, die die Fähigkeiten und die Interoperabilität mit den NATO-Verbündeten erhöhen sollen.
Das erste Fahrzeug wird zunächst zur Ausbildung von Ausbildern und Prüftechnikern eingesetzt, die anschließend die Panzerbesatzungen der schwedischen Streitkräfte schulen werden. FMV berichtet, dass bis 2031 alle 110 Stridsvagn-122-Panzer der Streitkräfte in Deutschland im Rahmen eines Vertrags zwischen FMV und KNDS überholt und modifiziert werden sollen. Anschließend werden sie als Stridsvagn 123A bezeichnet.
Die Übergabe des Systems von der FMV an die schwedischen Streitkräfte ist für das laufende Jahr geplant.

