Im Dezember 2025 wurde die erste Probefahrt des neuen Motorboots MSMB Typ 200 der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) vor Göteborg (Westschwedens) durchgeführt. Das Boot wird von Nimbus im Auftrag von Svekon hergestellt und soll sowohl von der Marine als auch vom Heimatschutz (Hemvärnet) genutzt werden. Die Auslieferungen an die Verbände beginnen im Jahr 2026.

– Die Probefahrt zeigt, dass wir mit einer kosteneffizienten Lösung auf dem richtigen Weg sind, die auf einer bewährten Grundlage aufbaut, jedoch an militärische Anforderungen angepasst wurde. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Schwedischen Streitkräfte ein modernes und zweckmäßiges Boot erhalten, das sowohl den Bedürfnissen der Marine als auch des Heimatschutzes gerecht wird, sagt Gunnar Hansen, Leiter marine Plattformsysteme bei der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk), in einer Pressemitteilung.

Der Auftrag zur Beschaffung des Bootes ging im Herbst 2023 bei der FMV ein, und das Boot basiert auf dem Aluminiumboot Alukin CW950. Im Herbst 2024 wurde ein Rahmenvertrag mit der Svensk Konstruktionstjänst AB (Svekon) geschlossen, wobei der schwedische Bootshersteller Nimbus für die Produktion verantwortlich ist, worüber NDS bereits berichtet hat.

Die erste Probefahrt fand Anfang Dezember 2025 an der Einfahrt zum Hafen von Göteborg (Westschweden) statt. An den Tests nahmen Vertreter der Marine, des Heimatschutzes und der Industrie teil, um Grundlagen für die bevorstehende Verifizierung zu sammeln.

Das MSMB Typ 200 (Abkürzung für Mindre snabbgående motorbåt, schwedisch für „Kleineres Schnellmotorboot") ist ein etwa zehn Meter langes Arbeitsboot aus Aluminium. Das Fahrzeug wird von einem Innenbordsmotor angetrieben und ist für eine Besatzung von zwei Personen sowie acht Passagiere mit Ausrüstung ausgelegt. Die Plattform basiert auf einem zivilen Bootsmodell, das für militärische Spezifikationen modifiziert wurde.

Die Auslieferungen an die Schwedischen Streitkräfte sind für 2026 geplant. Die aktuelle Vereinbarung ermöglicht Lieferungen bis ins Jahr 2033.