Das Skaraborg-Jagdgeschwader F 7 (Skaraborgs flygflottilj F 7, in Västergötland, Westschweden) hat das erste Exemplar der JAS 39 Gripen E erhalten. Das System wird parallel zu den heutigen C/D-Versionen eingeführt und stellt einen technologischen Quantensprung im schwedischen Kampfflugzeugbereich dar.
Laut den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) markiert die Lieferung einen Meilenstein für die schwedische Luftwaffe (Flygvapnet). Das Flugzeug trägt eine schwerere Nutzlast und ist darauf ausgelegt, in Bedrohungsumgebungen zu operieren, in denen Schweden keine Luftüberlegenheit besitzt.
„Dies markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der schwedischen Verteidigung. Es ist das Ergebnis einer langfristigen Zusammenarbeit und engen Kooperation zwischen den Schwedischen Streitkräften, der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) und der schwedischen Industrie", sagt Oberbefehlshaber Michael Claesson in der Pressemitteilung.
Der Gripen E ist mit neuen Sensoren, einem neuen Radar und neuen Kommunikationssystemen ausgestattet. Gleichzeitig behält er mehrere Eigenschaften der C/D-Versionen bei, beispielsweise die Flugeigenschaften, sodass sich Piloten in der Cockpit-Umgebung vertraut fühlen. Laut den Schwedischen Streitkräften erfordert die E-Version jedoch eine neue Fähigkeit, deutlich mehr Informationen zu verarbeiten und zu interpretieren.
„Es ist ein völlig neues System, gebaut, um den künftigen Anforderungen an Überlebensfähigkeit, Reichweite, Sensorik und Vernetzung gerecht zu werden", sagt Geschwaderkommandeur Mattias Ottis.
Die Einführung des Gripen E erfolgt parallel zum laufenden Betrieb der C/D-Versionen. Die Systeme werden mehrere Jahre gleichzeitig genutzt, was ein neues Modell für die Luftwaffe darstellt, die bisher ganze Flotten auf einmal ersetzt hat.
„Dies ist der Beginn der Fähigkeitsentwicklung", sagt Luftwaffenchef Jonas Wikman.

