Eine vom finnischen Umwelt- und Verteidigungsministerium eingesetzte Arbeitsgruppe hat festgestellt, dass Naturrenaturierung in Ost- und Nordfinnland Synergien mit der nationalen Verteidigung schaffen kann, unter anderem durch die Entstehung natürlicher Bewegungshindernisse im Gelände.

Der finnische Staatsrat teilt in einer Pressemitteilung vom 15. Juni 2026 mit, dass die Renaturierung von Mooren und ehemaligen Torfproduktionsgebieten dazu beitragen kann, natürliche Geländehindernisse zu schaffen, während die Maßnahmen gleichzeitig die biologische Vielfalt und die Klimaanpassung unterstützen.

„Der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zeigt, dass Naturrenaturierung auch der nationalen Verteidigung zugute kommt. Private Akteure haben bereits Interesse bekundet, Naturrenaturierungsmaßnahmen zu finanzieren, die ebenfalls zur nationalen Verteidigung beitragen", sagt Sari Multala, Umwelt- und Klimaministerin, in der Pressemitteilung.

Die Arbeitsgruppe schätzt, dass Moore in Ost- und Nordfinnland, deren Renaturierung auch der Verteidigung zugute käme, mindestens 180.000 Hektar umfassen. Die Arbeitsgruppe betont, dass das Potenzial auf staatlich eigenem Land am größten ist und dass Maßnahmen auf privatem Grund auf freiwilliger Basis durchgeführt werden sollten.

„Finnlands natürliche Umwelt und die nationale Verteidigung profitieren von dieser Zusammenarbeit. Es gibt erhebliche gemeinsame Vorteile durch Naturrenaturierung, und die Verteidigungsverwaltung ist bereit, weitere Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen", sagt Antti Häkkänen, Verteidigungsminister, in der Pressemitteilung.

Die Arbeitsgruppe schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, um die Synergien zu realisieren, darunter eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Umwelt- und Verteidigungsbehörden, die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen für die Renaturierung sowie den Einsatz von EU-Finanzierung und privatem Kapital. Die Arbeitsgruppe wurde von Tarja Haaranen, Generaldirektorin beim finnischen Umweltministerium (Puolustusministeriö), geleitet.