Die Finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) entwickeln ihre KI-Kompetenz in Zusammenarbeit mit NestAI und bereiten ein neues KI-Zentrum vor, das 2026 den Betrieb aufnehmen soll, wie aus einer Pressemitteilung der Streitkräfte hervorgeht. Das Zentrum soll Fachkompetenz bündeln und die Entwicklung von KI-Lösungen für militärische Anwendungen vorantreiben.
Die Zusammenarbeit ist Teil der neuen Daten- und KI-Strategie, die im Laufe des Jahres eingeführt wurde. Gemäß der Strategie sollen die Finnischen Streitkräfte auf eine datenorientierte und wissensbasierte Führung umgestellt werden, mit dem Ziel, Entscheidungsfindung, operative Fähigkeiten und Technologieentwicklung in der gesamten Organisation zu stärken.
„Auch in diesem Bereich sollten wir danach streben, Vorreiter in unserer Hauptaufgabe zu sein – der militärischen Verteidigung", sagt General Janne Jaakkola, Oberbefehlshaber der Finnischen Streitkräfte, in der Pressemitteilung.
Die Finnischen Streitkräfte erproben zudem ein neues gemeinsames Entwicklungsmodell, bei dem die Behörde eng mit Unternehmen zusammenarbeitet, unter anderem um operative Anforderungen schnell in technische Lösungen umzusetzen.
Die Zusammenarbeit mit NestAI, die 2025 begann, hat die KI-Entwicklung nach Angaben der Behörde bereits beschleunigt. Das Unternehmen ist in Bereichen wie unbemannte Systeme und Führungssysteme tätig und gehört zum Technologieunternehmen PostScriptum von Peter Sarlin.
„Die Wettbewerbsfähigkeit Finnlands und Europas auf dem KI-Markt ist entscheidend dafür, dass unsere Sicherheit gewährleistet werden kann. [...] Unsere Zusammenarbeit mit den Streitkräften hat bereits Fahrt aufgenommen, und wir freuen uns zu sehen, wie auch eine große Organisation sich schnell an notwendige Veränderungen anpassen kann", sagt Peter Sarlin, Vorsitzender von PostScriptum.

