Das finnische Verteidigungsministerium (Puolustusministeriö) gibt an, dass der Wert der durchgeführten Rüstungsexporte im Jahr 2025 rund 702 Millionen Euro betrug, ein Anstieg von 241 Prozent gegenüber 2024 und der höchste jemals verzeichnete Wert.

Das finnische Verteidigungsministerium teilt mit, dass das Ministerium im Jahr 2025 insgesamt 479 dauerhafte Exportgenehmigungen und Transfergenehmigungen für Verteidigungsmaterial erteilt hat. Der Gesamtwert der erteilten Genehmigungen belief sich auf 930 Millionen Euro, was das Ministerium als den zweithöchsten jemals gemessenen Wert bezeichnet. Der entsprechende Wert für 2024 betrug 1,4 Milliarden Euro.

Die drei Länder, für die Exportgenehmigungen mit dem höchsten Wert erteilt wurden, waren Dänemark (195 Millionen Euro), Schweden (172 Millionen Euro) und Spanien (121 Millionen Euro). Die Genehmigungen für Dänemark betrafen zu 99 Prozent Landfahrzeuge. Die Genehmigungen für Schweden betrafen Schusswaffen und Landfahrzeuge. Die Genehmigungen für Spanien betrafen Software für softwaredefinierte Funksysteme sowie zugehörige Technologie.

Bei den durchgeführten Exporten waren die drei größten Empfängerländer Schweden (182 Millionen Euro), Japan (107 Millionen Euro) und Lettland (81 Millionen Euro). Die Exporte nach Schweden bestanden hauptsächlich aus Landfahrzeugen und Handfeuerwaffen für militärische Zwecke. Die Exporte nach Japan und Lettland bestanden zu einem großen Teil aus Landfahrzeugen. Nach Regionen betrachtet gingen 73 Prozent der Exporte nach Europa und 16 Prozent nach Nordostasien.

Das Ministerium gibt an, dass der Jahresbericht ausschließlich kommerzielle Exporte umfasst und keine finnische Verteidigungsmaterialhilfe einschließt, die der Ukraine als internationale Unterstützung geleistet wurde. Für kommerzielle Exporte in die Ukraine wurden 23 Genehmigungen mit einem Gesamtwert von rund 57 Millionen Euro erteilt.