Die drei Länder bestätigen in einer neuen Erklärung, dass die gemeinsame ICE Pact-Zusammenarbeit im Jahr 2026 ausgebaut werden soll, mit Schwerpunkt auf industrieller Kapazität, Forschung und Arktischer Sicherheit.
Finnland, die Vereinigten Staaten und Kanada haben am 18. November eine gemeinsame Absichtserklärung zur Fortsetzung der trilateralen ICE Pact-Zusammenarbeit unterzeichnet. Laut dem finnischen Außenministerium hat die 2024 gestartete Initiative bereits zu gemeinsamen Projekten zur Entwicklung und Produktion von Eisbrechern sowohl in Kanada als auch in den USA geführt.
In einer Pressemitteilung des US-amerikanischen Ministeriums für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS) werden Investitionen in neue Werftkapazitäten, Fachkräfteentwicklung und amerikanische Eisbrecher-Beschaffungen als Bestandteile einer umfassenden industriepolitischen Ambition hervorgehoben. Beim Treffen in Washington stellten die USA zudem einen nationalen Plan zur Arbeitskräfteentwicklung für die Schiffbauindustrie vor, darunter ein neues Austauschprogramm für amerikanische Arbeitnehmer an finnischen Werften.
– ICE Pact, die historische Partnerschaft zwischen den USA, Kanada und Finnland, soll unsere Volkswirtschaften stärken, unsere Arktische Verteidigungsfähigkeit ausbauen und beim Aufbau unserer Eisbrecher-Flotten helfen, erklärt Kristi Noem, US-Ministerin für Innere Sicherheit, in der Pressemitteilung.
Laut dem kanadischen Beschaffungsministerium soll die vertiefte Zusammenarbeit die gesamte Produktionskette für Eisbrecher umfassen, einschließlich Technologieentwicklung, Koordinierung von Exportförderungsmaßnahmen sowie Sicherheits- und Vorsorgeaspekten. ICE Pact wird als zentrales Instrument beschrieben, um die Arktische Präsenz zu stärken, Schwachstellen in Lieferketten zu reduzieren und Arbeitsplätze in maritimen Industrien zu schaffen.
– Die Eisbrecher-Zusammenarbeit schafft Wirtschaftswachstum in allen drei Ländern und verbessert die Arktische Sicherheit, erklärt Finnlands Wirtschaftsminister Sakari Puisto gemäß der finnischen Pressemitteilung.
Die Zusammenarbeit wird in der Praxis mit Treffen nationaler Koordinatoren und einem Industrieforum in Washington in dieser Woche fortgesetzt. Laut Kanada sind weitere Folgetreffen im Jahr 2026 geplant.

