Die finnische Regierung plant, die Fähigkeiten zur Erkennung und Bekämpfung von Drohnen zu stärken. Die Entscheidung wurde bei den Rahmenverhandlungen der vergangenen Woche getroffen und ist Teil des kommenden Nachtragshaushalts Ende Mai, wie das finnische Innenministerium in einer Pressemitteilung mitteilt.
„Die Beobachtungs- und Bekämpfungsfähigkeiten der Finnischen Grenzschutzbehörde (Rajavartiolaitos) und der Polizei sind ein zentraler Bestandteil der Stärkung der finnischen Drohnenabwehr. Neben der Weiterentwicklung der Verteidigung wird die Regierung eine bedeutende Investition in die Stärkung der Kapazitäten der für die innere Sicherheit zuständigen Behörden vornehmen", sagt Innenministerin Mari Rantanen in der Pressemitteilung.
Der Finnischen Grenzschutzbehörde werden 44 Millionen Euro vorgeschlagen. Die Mittel sollen für Systeme zur Erkennung, Identifizierung und Bekämpfung von Drohnen sowie für eine verstärkte Behördenkooperation verwendet werden. Ziel ist ein umfassendes Anti-Drohnen-System, das aus festen Überwachungs- und Bekämpfungssystemen an der Ostgrenze und der Küste besteht und durch mobile Fähigkeiten ergänzt wird, so die Pressemitteilung.
Aus derselben Pressemitteilung geht hervor, dass der finnischen Polizei rund 6 Millionen Euro für technische Ausrüstung vorgeschlagen werden.
NDS hat zuvor berichtet, dass Finnland die Mikrodrohne Parrot Anafi UKR beschafft hat.

