Die finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) haben beschlossen, NATO-standardisierte Kaliber in ihren neuen Handfeuerwaffen einzuführen. Der Übergang beginnt schrittweise, sobald ältere Waffen ersetzt werden.
Laut einer Pressemitteilung der finnischen Streitkräfte sollen neue Handfeuerwaffen die Kaliber 5,56x45 mm, 7,62x51 mm, 9x19 mm und 12,7x99 mm verwenden. Der Beschluss zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit, die Instandhaltung und die Interoperabilität mit anderen NATO-Ländern zu verbessern. Die derzeit verwendeten Kaliber werden weiterhin genutzt, jedoch nicht mehr neu beschafft.
Der Beschluss ermöglicht die weitere Beschaffung neuer Sturmkarabiner, Scharfschützengewehre und Maschinengewehre in den 2030er Jahren.
– Bei der Wahl des Kalibers wurden viele Faktoren geprüft und berücksichtigt, darunter Leistungsfähigkeit, Belastung des Soldaten, Versorgungssicherheit und Munitionsverfügbarkeit, sagt Brigadegeneral Sami-Antti Takamaa vom Armeestab in der Pressemitteilung.
Laut den Streitkräften bietet das neue Kaliber für den Sturmkarabiner (5,56x45 mm) verbesserte Treffsicherheit und ein geringeres Gewicht, was die Belastung für den Soldaten reduziert. Auf größere Schussdistanzen werden truppspezifische Waffen mit schwereren Kalibern wie 7,62x51 mm und 12,7x99 mm eingesetzt.

