Die finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) erweitern ihre Fähigkeiten im Bereich Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung durch die zusätzliche Beschaffung unbemannter Luftfahrzeuge. Die Mikrodrohne Parrot Anafi UKR, entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen aus der Ukraine, soll ab Anfang 2026 geliefert werden.
Die Beschaffung wird durch das Logistikamt der Streitkräfte über das NATO-Beschaffungsorgan NSPA (NATO Support and Procurement Agency) abgewickelt, gestützt auf ein bestehendes Rahmenabkommen zwischen der NSPA und dem finnischen Unternehmen Boston Group Oy. Das Geschäft umfasst sowohl Luftfahrzeuge als auch zugehörige Ausrüstung einschließlich Ersatzteile.
Laut dem Leiter des Heeresstabes für Luftfahrtangelegenheiten, Oberstleutnant Jaakko Kauppinen, besteht das Ziel darin, auf der operativen und ausbildungsbezogenen Grundlage aufzubauen, die mit den bereits bei den Streitkräften vorhandenen Parrot-Systemen etabliert wurde. Das neue Modell soll deutlich fortschrittlicher sein und über Fähigkeiten verfügen, die auf die Anforderungen moderner Kampfbedingungen zugeschnitten sind.
– Ein mehrschichtiger Einsatz verschiedener und sich kontinuierlich weiterentwickelnder Fähigkeiten mit unbemannten Systemen ist ein zentraler Bestandteil moderner Kriegsführung, erklärt Kauppinen anlässlich der Bekanntmachung.
Die aktuelle Beschaffung folgt auf das nordische Abkommen, das im Oktober unterzeichnet wurde von den Rüstungsdirektoren Finnlands, Schwedens, Norwegens und Dänemarks. Das Abkommen soll gemeinsame Beschaffungen sowohl von Mikro- als auch von Minidrohnen ermöglichen und die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Ausbildung und Standardisierung stärken.

