Finnland wird im Jahr 2027 mit sowohl Schiffen als auch Personal an den Ständigen Marineverbänden der NATO teilnehmen. Der Beschluss wurde am Mittwoch vom Staatsrat genehmigt und gilt als Signal der Geschlossenheit innerhalb des Bündnisses, so das finnische Verteidigungsministerium (Puolustusministeriö).

Finnland beteiligt sich am Minenräumverband Standing NATO Mine Countermeasures Group One (SNMCMG1) mit einem Schiff der Katanpää-Klasse. Darüber hinaus besteht die Bereitschaft, bei Bedarf mit einem Schiff der Hamina-Klasse an der Standing NATO Maritime Group One (SNMG1) teilzunehmen.

Verteidigungsminister Antti Häkkänen beschreibt die Beteiligung als einen Weg, Verantwortung für die Sicherheit in der unmittelbaren Nachbarschaft zu übernehmen.

– Durch die Teilnahme an Aufgaben der kollektiven Verteidigung der NATO in Friedenszeiten signalisieren wir Geschlossenheit innerhalb des Bündnisses und demonstrieren Einsatzbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit. Wir zeigen damit auch Verantwortung für die Sicherheit in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und tragen zur Stabilität in der Ostseeregion bei. Die Sicherheitslage in der Region hat sich durch Russlands anhaltende Hybridaktivitäten verschärft, sagt Häkkänen.

Finnland plant für 2027 keine Beteiligung mit Landstreitkräften oder Luftraumüberwachung in anderen Alliiertenländern. Die Aktivitäten des Heeres konzentrieren sich stattdessen auf das eigene Territorium, unter anderem durch die taktische Landführung und die vorgeschobene Landstreitmacht (FLF).

– Der Fortschritt des Einführungsprojekts für den F-35 bestimmt, wann Finnland die Möglichkeit hat, an der Luftraumüberwachung anderer Alliierter teilzunehmen, sagt Häkkänen.