Die finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) werden in Kürze Reservisten zu Wiederholungsübungen einberufen. Die betroffenen Personen haben vorab ihre Zustimmung gegeben, kurzfristig teilnehmen zu können. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Überwachung und zum Schutz der territorialen Integrität des Landes zu stärken. Dies teilen die Streitkräfte in einer Pressemitteilung mit.

– Die Sicherheitslage kann sich schnell verändern. Mit diesen Übungen stellen wir die Personalverfügbarkeit sicher und nutzen die Kompetenzen der Reservisten, sagt Brigadegeneral Aki Heikkinen vom Hauptstab.

Nach Angaben der Streitkräfte besteht keine unmittelbare militärische Bedrohung für Finnland. Die Entscheidung wird stattdessen mit einem sich verändernden Sicherheitsumfeld begründet, das mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine und Ereignissen in der unmittelbaren Nachbarschaft zusammenhängt, darunter Drohnenzwischenfälle.

– Es gibt keine militärische Bedrohung für Finnland. Die aktuelle Lage ist auf die berechtigte Verteidigung der Ukraine gegen Russlands illegalen Angriffskrieg zurückzuführen, schreiben die finnischen Streitkräfte in der Pressemitteilung.

Die Anzahl der einberufenen Reservisten sowie die Dauer der Übungen werden nach Bedarf festgelegt und finden an mehreren Standorten im Land statt. Die betroffenen Personen werden direkt von den finnischen Streitkräften kontaktiert.

Die Pressemitteilung enthält keine weiteren Einzelheiten zu Umfang, Beteiligung oder genauem Ablauf. Die Öffentlichkeit wird zudem aufgefordert, keine Informationen über militärische Aktivitäten zu verbreiten, beispielsweise in sozialen Medien.

Die Einberufungen erfolgen auf Grundlage des Wehrpflichtgesetzes, das normalerweise eine dreimonatige Vorankündigungsfrist vorschreibt. Mit Zustimmung des Reservisten kann dieser Zeitrahmen verkürzt werden.