Finnland und die Ukraine haben ein Memorandum of Understanding zur Qualitätssicherung im Bereich Verteidigungsmaterial unterzeichnet. Das Abkommen soll einen gemeinsamen Rahmen für die Qualitätskontrolle der Rüstungsproduktion schaffen und die materielle Zusammenarbeit zwischen den Ländern vereinfachen.
In einer Pressemitteilung des finnischen Verteidigungsministeriums (Puolustusministeriö) erklärt Verteidigungsminister Antti Häkkänen, dass das Abkommen ein konkreter Schritt in der wachsenden rüstungsindustriellen Zusammenarbeit zwischen den Ländern sei.
„Die Zusammenarbeit zwischen Finnland und der Ukraine im Bereich Verteidigungsmaterial stärkt die Sicherheit beider Länder. Das Memorandum of Understanding zur Qualitätssicherung ist ein konkreter Schritt vorwärts in der immer engeren rüstungsindustriellen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern", sagt Häkkänen.
Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium ermöglicht das Abkommen, dass die staatlichen Qualitätssicherungsbehörden beider Länder gegenseitig Kontrollen nach den NATO-Standards STANAG 4107 und AQAP-2070 durchführen können. Eine in einem Land durchgeführte Qualitätssicherung wird anschließend automatisch vom anderen Land anerkannt, ohne dass derselbe Prozess wiederholt werden muss.
In einer Erklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums erklärt Vize-Verteidigungsminister Mstyslav Banik, dass die Lösung zu schnelleren Materiallieferungen beitragen soll.
„Angesichts des Umfangs der vom Verteidigungsministerium durchgeführten Beschaffungen müssen wir noch mehr tun, um Transparenz und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten. Das ist sowohl für unsere Partner als auch für die Soldaten wichtig, die die Ausrüstung letztendlich erhalten", sagt Banik.
Laut dem Verteidigungsministerium hat die Ukraine zuvor entsprechende Abkommen mit Schweden, der Türkei, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Norwegen und Polen geschlossen. Das Abkommen mit Finnland wird als weiterer Schritt bei der Anpassung der ukrainischen Verteidigungsmaterialversorgung an die NATO-Standards beschrieben.
Finnlands Botschafterin in der Ukraine, Tarja Fernández, erklärt laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium, dass das Abkommen voraussichtlich praktische Auswirkungen auf die bilaterale Verteidigungszusammenarbeit haben werde.
„Dieses Memorandum of Understanding ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der engen und dynamischen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern. Zu den praktischen Ergebnissen gehört eine breitere Zusammenarbeit im Verteidigungssektor, insbesondere im Bereich der Verteidigungsprodukte", sagt Fernández.


