Finnland und Polen haben ein Kooperationsabkommen im Bereich Cyberabwehr sowie Kommunikations- und Informationssysteme (CIS) unterzeichnet. Dies geht aus Erklärungen des finnischen Verteidigungsministeriums und der polnischen Cyberabwehrführung hervor.

Laut dem finnischen Verteidigungsministerium umfasst das Abkommen den Informationsaustausch, gemeinsame Ausbildungsaktivitäten sowie die Entwicklung von Cyberabwehrfähigkeiten und den damit verbundenen Erfahrungsaustausch.

Das Verteidigungsministerium gibt zudem an, dass die Parteien bei der Entwicklung organisatorischer Strukturen, bei Verfahren zur Bewältigung von Störungen und Vorfällen sowie bei der Rekrutierung und Ausbildung von Cybersicherheitsspezialisten zusammenarbeiten werden.

Die polnische Cyberabwehrführung beschreibt das Abkommen als Rahmen für eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit und CIS-Systeme. Besonderes Gewicht soll auf den Informationsaustausch über Cyberbedrohungen, die Unterstützung des Risikomanagements sowie die Entwicklung von Fähigkeiten zur Erkennung, Prävention, Eindämmung und Bewältigung von Cybervorfällen gelegt werden. Die Zusammenarbeit umfasst auch die Fähigkeit zur Wiederherstellung des operativen Betriebs nach Ereignissen, die die Sicherheit im Cyberbereich beeinträchtigen.

Das Abkommen wurde von Generalmajor Jarmo Vähätiitto, Leiter der Führungssysteme beim Hauptquartier der finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) und verantwortlich für die Cyberabwehr, sowie von Generalmajor Karol Molenda, Leiter der polnischen Cyberabwehr, unterzeichnet.