Die Schwedische Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan, FHS) und die Universität Uppsala haben vom Schwedischen Energieamt (Energimyndigheten) einen Gesamtzuschuss von sechs Millionen Schwedischen Kronen erhalten, um Forschungen über Schwachstellen im schwedischen Stromsystem in Krisenzeiten durchzuführen, wie die FHS in einer Pressemitteilung vom 2. November mitteilt.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt mit dem Namen „Resilient Electricity Supply in Sweden: Towards a National Crisis Energy system (RESISTANCE)" wird die Schwachstellen des Stromsystems in vier verschiedenen Krisenszenarien untersuchen, darunter Cyberangriffe, technische Störungen, Naturkatastrophen und bewaffnete Konflikte.

Ziel ist es, die Verwundbarkeit des Stromsystems zu bewerten und Möglichkeiten sowie Lösungen zur Verbesserung der Vorsorge für künftige Energiekrisen zu untersuchen.

– Wir werden sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die Grenzen des bestehenden Systems untersuchen, ebenso wie den menschlichen Faktor, etwa erwartete Verhaltensweisen und die Bereitschaft zur Anpassung, sagt Vera van Zoest, Projektleiterin und Assistenzprofessorin für Verteidigungssysteme an der Schwedischen Verteidigungshochschule in der Pressemitteilung.

Das Projekt läuft von 2024 bis 2026 und umfasst Experten aus den Bereichen Energiesysteme, Datenanalyse, Krisenmanagement und kognitive Psychologie. Die Schwedische Verteidigungshochschule ist Hauptkoordinator des Projekts und erhält 3,9 Millionen Schwedische Kronen des Zuschusses, während die Universität Uppsala 2,1 Millionen Schwedische Kronen erhält. Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, das schwedische Stromsystem zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen Krisen zu erhöhen.

– Die Ergebnisse des Projekts sollen den Aufbau eines widerstandsfähigeren Stromsystems in Schweden unterstützen, mit besserer Vorsorge für künftige Energiekrisen. Wir sehen bereits heute, wie wir von aktuellen Krisen betroffen sind, etwa von Naturkatastrophen und dem Krieg in der Ukraine, sagt Vera van Zoest.

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