Das schwedische Cloud-Unternehmen Evroc entwickelt gemeinsam mit den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) eine europäische Cloud-Plattform für das neue Führungssystem Swedish Interoperable Combat Cloud (SINCC). Die Plattform soll sicherheitsklassifizierte Informationen innerhalb schwedischer, NATO- und EU-Rahmenwerke verwalten.
Laut einer Pressemitteilung von Evroc wird die Plattform in enger Zusammenarbeit mit den Schwedischen Streitkräften entwickelt und soll für Informationen auf der Ebene NATO Restricted akkreditiert werden können. Ziel ist es sicherzustellen, dass sensible Militärinformationen und Führungsfunktionen unter schwedischer und europäischer Kontrolle verbleiben.
SINCC soll schwedischen Verbänden ein gemeinsames Lagebild in Echtzeit liefern und die Zusammenarbeit mit NATO-Verbündeten ermöglichen. Laut Evroc basiert die Lösung auf Erfahrungen aus dem ukrainischen Führungssystem Delta, bei dem der schnelle Austausch und die Analyse von Informationen auf dem Schlachtfeld von großer Bedeutung waren.
„Dies stärkt Schwedens Sicherheit und unsere Fähigkeit, selbstständig zu handeln, wenn es wirklich darauf ankommt. Informationen dieser Sensibilität müssen auf einer Infrastruktur verwaltet werden, die wir selbst besitzen und kontrollieren. Mit KI kann ein gemeinsames Lagebild analysiert und in Entscheidungen in Maschinengeschwindigkeit umgesetzt werden, auf einer Plattform, der Schweden vertrauen kann", sagt Mattias Åström, Gründer und Geschäftsführer von Evroc.
Das Programm wird von den Schwedischen Streitkräften, der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (Försvarets materielverk, FMV) und Teracom gemeinsam mit Evroc, Elastisys, Freja und Aityr durchgeführt.

