Am 14. Oktober 2026 hat die Europäische Kommission der Ukraine 2,86 Milliarden Euro aus dem Verteidigungsteil des 90-Milliarden-Euro-Ukraine-Unterstützungsdarlehens ausgezahlt. Das Geld fließt in Drohnen, Luftverteidigungssysteme, Raketen, Radarsysteme, elektronische Kampfführungssysteme und Munition.

„Europas standhafte Unterstützung ist wichtiger denn je, um der Ukraine zu helfen, ihren Luftraum zu schützen und Leben zu retten", erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Das Darlehen sieht für den Zeitraum 2026 bis 2027 eine indikative Aufteilung von 60 Milliarden Euro für Verteidigung und 30 Milliarden Euro für Haushaltsunterstützung vor. Die Kommission plant, in diesem Jahr 28,3 Milliarden Euro an Verteidigungsmitteln auszuzahlen. Davon stünden für den Rest des Jahres 2026 noch 12,54 Milliarden Euro zur Verfügung, teilte sie mit. Weitere Verteidigungszahlungen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verwies auf Russlands eskalierende Luftangriffe auf Zivilisten und Infrastruktur.

„Das Ukraine-Unterstützungsdarlehen erweist sich als wirksamer Mechanismus zur Stärkung der Verteidigung des Landes. Die Formel ‚Frieden durch Stärke' wird umgesetzt, indem die Stärke auf Seiten der Ukraine ausgebaut wird", sagte Andrius Kubilius, Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt.

Der EU-Rat hatte die Finanzierung für 2026 im April freigegeben, wie NDS bereits berichtete. Der Verteidigungsteil des Darlehens zielt zudem darauf ab, die ukrainische Verteidigungsindustrie schrittweise in die europäische verteidigungsindustrielle Basis zu integrieren.