Die EU hat den nächsten Schritt in der Entwicklung ihres sicheren Satellitenkommunikationssystems GOVSATCOM unternommen, mit dem Baubeginn einer permanenten Hub-Anlage in Köln, Deutschland.
An der Zeremonie nahmen unter anderem Catherine Kavvada, Direktorin für Secure and Connected Space bei der EU-Kommission, Rodrigo da Costa, Geschäftsführer der Europäischen Agentur für das Weltraumprogramm (EUSPA), sowie Vertreter der deutschen Bundesregierung, des Landes Nordrhein-Westfalen und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teil.
Nach Angaben der EU-Kommission ist GOVSATCOM seit Januar 2026 in Betrieb und stellt EU-Institutionen sowie nationalen Behörden, die für sicherheitskritische Aufgaben und kritische Infrastruktur zuständig sind, sichere und zuverlässige Satellitenkommunikation bereit. Das System bündelt Satellitenkapazitäten der teilnehmenden Mitgliedstaaten und macht sie für berechtigte Nutzer zugänglich, auch für Länder ohne eigene nationale Kapazitäten.
Der vorläufige GOVSATCOM-Hub, der von der EU-Weltraumprogrammagentur EUSPA betrieben wird, soll schrittweise durch zwei permanente Anlagen ersetzt werden: eine in Athen und eine in Köln. Laut Kommission sollen beide Anlagen die Redundanz stärken, die Zuverlässigkeit verbessern und die Kontinuität des europäischen Netzwerks für staatliche Satellitenkommunikation sicherstellen.
Die EU-Kommission gibt an, dass GOVSATCOM ein wichtiger Vorläufer von IRIS² ist, dem geplanten souveränen europäischen Kommunikationssystem mit Satelliten in mehreren Umlaufbahnen. Die Anlage in Köln soll langfristig einen höheren Automatisierungsgrad, verbesserte Sicherheit und gesteigerte operative Fähigkeiten bieten.
Nordic Defence Sector berichtete im März, dass Norwegen und Island GOVSATCOM und IRIS² beigetreten sind.

