Die Parteien hinter dem dänischen Verteidigungsvergleich haben sich auf eine Baustrategie für fünf neue arktische Schiffe geeinigt. Die Produktion wird auf das ganze Land verteilt, mit einer staatlichen Montagehalle in Frederikshavn (Norddänemark) als Zentrum.
– Dänemark ist eine große Seefahrtsnation mit stolzen Traditionen im Schifffahrts- und Schiffbaubereich. Mit dem Beschluss über eine Baustrategie, bei der mehrere dänische Produktionsanlagen zum Einsatz kommen sowie eine Montageanlage in Frederikshavn, stellen wir sicher, dass Dänemarks Position im Schiffbau gestärkt wird, sagt Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.
Laut einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums (Forsvarsministeriet) haben die Parteien des Verteidigungsvergleichs eine verteilte Baustrategie beschlossen. Dies bedeutet, dass mehrere Produktionsstandorte in ganz Dänemark für die Fertigung genutzt werden, während eine gemeinsame Anlage in Frederikshavn für die Endmontage der Schiffe verantwortlich ist.
Lund Poulsen fügt hinzu, dass die Strategie langfristig auch die Versorgungssicherheit des Landes stärkt. Der Beschluss sieht vor, dass der Staat Eigentümer der Anlage in Frederikshavn sein wird. Diese Einrichtung wird so dimensioniert, dass sie künftig auch die Produktion von Schiffen bewältigen kann, die größer sind als die derzeit geplanten arktischen Schiffe.
– Für das Flottenprogramm der Beschaffungs- und Logistikbehörde des Verteidigungsministeriums (Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse, FMI) markiert der Beschluss einen Meilenstein und setzt den Rahmen für die weitere Arbeit bei der Umsetzung der Entscheidungen zur Beschaffung von Schiffen für die Marine, sagt Generalleutnant Per Pugholm Olsen, Direktor der FMI.
Die Strategiewahl basiert auf einer von Deloitte durchgeführten Analyse. Das Modell wird laut der Pressemitteilung als das kosteneffizienteste bewertet, da es die inländische Produktion priorisiert und Zugang zu einer breiteren industriellen Basis sowie einer größeren Belegschaft bietet.
Der nächste Schritt im Prozess ist die Festlegung der technischen Spezifikationen für die Schiffe, wonach Vertragsverhandlungen aufgenommen werden können. Das Projekt ist Teil des vereinbarten Flottenplans im Rahmen des Verteidigungsvergleichs für 2024–2033.

