Die dänische Verteidigung hat Tests mit unbemannten Seefahrzeugen eingeleitet. Ziel ist es, Präsenz, Überwachung und Sicherheit auf See zu erhöhen, ohne Personal zu gefährden.
Laut der Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse (FMI, Dänische Beschaffungs- und Logistikorganisation des Verteidigungsministeriums) leitet die dänische Streitkräfte nun gezielte Tests mit unbemannten Überwasserfahrzeugen, sogenannten USV (Uncrewed Surface Vehicles), in Zusammenarbeit mit der Industrie, Forschungseinrichtungen und anderen Behörden ein. Das Projekt zielt darauf ab, technische, rechtliche und operative Aspekte im Hinblick auf eine mögliche künftige Einführung in der Seeverteidigung zu untersuchen.
– Die Arbeit der FMI findet nie in einem Vakuum statt. Meine Abteilung arbeitet eng mit dem Forsvarskommandoet (Dänisches Verteidigungskommando), der Seefahrtsbehörde, dem Drohnenzentrum der Streitkräfte, anderen Teilen der FMI und nicht zuletzt mit der Industrie und den Forschungseinrichtungen zusammen, sagt Ane, Leiterin der USV-Abteilung der FMI, im Artikel der FMI.
Die Tests finden in dänischen Gewässern statt und umfassen unter anderem amerikanische Saildrone-Systeme (Bild), die seit Juni Daten in der Ostsee sammeln.
Das Projekt lässt sich unter anderem vom ukrainischen Einsatz unbemannter Fahrzeuge im Schwarzen Meer inspirieren. Laut FMI basiert die Arbeitsweise auf Schnelligkeit, Modularität und wiederkehrendem Lernen durch Feldtests.
– Die Möglichkeit, eine fahrende Drohne operativ zu testen, ist der beste Weg, Erfahrungen zu sammeln. Genau diese Art von Tests mit verschiedenen Systemen ist für uns wichtig, um das notwendige Wissen zu erlangen, fährt Ane fort.
Laut FMI sind noch mehrere Schritte erforderlich, bevor eine Beschaffungsentscheidung getroffen werden kann. Unter anderem müssen Datenerfassung, Sensorauswahl und rechtliche Rahmenbedingungen für Seeoperationen geklärt werden. Gleichzeitig wird die Technologie als potenzielles Instrument betrachtet, um die Reichweite der Seeverteidigung zu erweitern, ohne Personalressourcen zu belasten.

