Die dänische Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse (FMI) – die Dänische Beschaffungs- und Logistikorganisation für Verteidigung – hat einen Rahmenvertrag mit Rheinmetall über die Lieferung von Munition abgeschlossen. Die ersten Bestellungen umfassen unter anderem 120-mm-Panzermunition und erfolgen auf Grundlage des operativen Bedarfs der Streitkräfte, wie aus einer Mitteilung der FMI hervorgeht.

– Munition ist für viele der operativen Fähigkeiten der Streitkräfte absolut entscheidend. Daher ist es auch erfreulich, dass wir diesen Vertrag mit Rheinmetall abgeschlossen haben. Bei der FMI ist es unsere Aufgabe, den operativen Bedarf der Streitkräfte zu decken, und das tun wir unter anderem durch die Beschaffung von Munition für die Systeme, sagt Oberst Thomas Øgendahl Knudsen, Leiter der Landdivision bei der FMI.

Laut einer Pressemitteilung von Rheinmetall läuft der Rahmenvertrag über sieben Jahre. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von Munition in den Kalibern 120 mm, 35 mm und 30 mm für Panzer, Schützenpanzer und Luftabwehrsysteme.

Der Lieferant gibt an, dass die ersten Abrufe einen Gesamtwert im unteren dreistelligen Millionenbereich in Euro aufweisen. Die ersten Bestellungen mittelschwerer Munition (30 mm x 173 und 35 mm x 228) umfassen Stückzahlen im oberen fünfstelligen Bereich.

Hinsichtlich der 120-mm-Munition für Panzer präzisiert Rheinmetall, dass die Bestellung mehr als 1.000 Schuss des Typs kinetische Energie umfasst. Die FMI teilt mit, dass der Vertrag die Beschaffung sowohl von Übungsmunition als auch von scharfer Munition zur Bekämpfung gepanzerter wie ungepanzerter Ziele ermöglicht.

Die Unterzeichnung wurde am 30. Januar mit einer Zeremonie in der dänischen Botschaft in Berlin gewürdigt.

– Wir sind dankbar für das Vertrauen, das Dänemark uns hinsichtlich seiner Munitionsversorgung entgegengebracht hat. Rheinmetall sieht dies als Bestätigung unserer Rolle als einer der weltweit führenden Munitionshersteller, sagt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG.

NDS berichtete letzte Woche über Dänemarks Entscheidung, neue 120-mm-Munition für das schwere Mörsersystem CARDOM10 zu beschaffen.