Dänemarks Verteidigung soll in der Arktis und im Nordatlantik durch neue Investitionen in Höhe von insgesamt 27,4 Milliarden dänischen Kronen gestärkt werden. Dies geht aus einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums vom 10. Oktober hervor.

Die Vereinbarung, die in Zusammenarbeit mit der Regierung Grönlands (Naalakkersuisut) und der Landesregierung der Färöer getroffen wurde, umfasst unter anderem neue Schiffe, Luftaufklärungskapazitäten, eine neue Führungsstruktur in Nuuk sowie eine verstärkte Präsenz vor Ort.

– Mit diesem zweiten Abkommen stärken wir die Kapazitäten der Streitkräfte in der Region, unter anderem durch mehr arktische Schiffe und Luftaufklärungskapazitäten. Ich schätze die enge Zusammenarbeit sowohl mit Naalakkersuisut als auch mit der Regierung der Färöer, sagt der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen in der Pressemitteilung.

Im Landbereich umfasst die Vereinbarung die Einrichtung eines neuen Hauptquartiers für das Arktische Kommando in Nuuk, eine neue Militäreinheit in Grönland sowie einen speziellen arktischen Verstärkungsverband unter dem Sonderoperationskommando.

Im Bereich der Seeverteidigung werden zwei neue arktische Schiffe sowie eine neue Kapazität für maritime Luftaufklärung beschafft. Die Investitionen beinhalten zudem Zugang zu Eisbrecher-Ressourcen sowie ein Unterwasserkabelsystem über den Nordatlantik.

Der Luftbereich umfasst die Beschaffung von Drohnen sowie einer neuen Radarstation zur Luftraumüberwachung in Ostgrönland.

Die Initiative ist eine Fortsetzung früherer Beschlüsse zur verstärkten militärischen Präsenz in der Region, darunter das erste Arktis- und Nordatlantik-Abkommen vom Januar 2025 sowie ein politischer Rahmen vom Juli desselben Jahres zur Überwachung und Schiffsproduktion.