Das dänische Heer führt neue moderne 120-mm-Munition für das schwere Mörsersystem CARDOM10 ein. Die Beschaffung ermöglicht den Einsatz von Spreng-, Leucht- und Rauchgranaten, was laut einer Pressemitteilung der Dänischen Verteidigungs-Beschaffungs- und Logistikbehörde (FMI – Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse) die Flexibilität und Wirkung mobiler Verbände erhöhen soll.

Bisher nutzte das Heer die ältere Sprenggranate M/50. Die neue Munition, die über einen bestehenden Rahmenvertrag eingeführt wird, weist ein aerodynamisches Design auf, das im Vergleich zum Vorgänger sowohl eine größere Reichweite als auch eine einfachere Handhabung bieten soll. Das System ist auf der Piranha-5-Plattform integriert und bildet einen zentralen Bestandteil der Feuerunterstützung der 1. Brigade, so die FMI.

– Die neue Munition verleiht den Einheiten des Heeres eine erhöhte Wirkung auf dem Gefechtsfeld. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Modernisierung der Feuerkraft des Heeres, sagt Major Jesper Lindholm, kommissarischer Leiter der 1. Artillerieabteilung beim Dänischen Artillerieregiment.

Die Munition wurde im Dezember 2025 im Rahmen von Scharfschießübungen operativ validiert und wird ab März in den laufenden Betrieb übernommen.

Neben der Beschaffung wird auch eine inländische Produktion vorbereitet. Die Munitionsfabrik in Elling (Norddänemark) soll voraussichtlich 2027 fertiggestellt werden und moderne 120-mm-Sprengmunition liefern. Laut FMI ist diese Initiative entscheidend, um die nationale Versorgungskapazität zu sichern und von der technischen Entwicklung auf diesem Gebiet zu profitieren.