Heute haben die ersten Rekruten in Dänemark die neue verlängerte Wehrpflichtausbildung begonnen. Dies markiert den Startschuss für die neue Ordnung gemäß dem Verteidigungsbeschluss 2024–2033, bei dem die Ausbildung auf 11 Monate verlängert wird, um die operative Einsatzfähigkeit zu stärken.

– Es ist ein großer Schritt für die Gleichstellung, dass künftig alle – unabhängig vom Geschlecht – zum Forsvarets dag (Tag der Streitkräfte) einberufen werden. Es ist entscheidend, dass wir eine robustere und zeitgemäßere Wehrpflicht in Dänemark erhalten, wenn wir die dänischen Streitkräfte aufbauen wollen, sagt Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen in einer Pressemitteilung.

Die ersten Wehrpflichtigen wurden am Montag beim Slesvigske Fodregiment in Haderslev (südliches Dänemark, nahe der deutschen Grenze) und auf der Flyvestation Karup (Luftwaffenstützpunkt Karup, Zentraldänemark) empfangen. In der nächsten Woche beginnt die Ausbildung auch bei der Marine in Frederikshavn (nördliches Dänemark, Marinestützpunkt). Alle 120 Rekruten, die in Haderslev eingerückt sind, haben sich freiwillig gemeldet, so die dänischen Streitkräfte (Forsvaret).

Die neue Ausbildung umfasst fünf Monate Grundausbildung, gefolgt von sechs Monaten operativem Dienst. Gemäß dem Verteidigungsbeschluss soll die Zahl der Wehrpflichtigen bis 2033 auf jährlich 6.500 ansteigen. Darüber hinaus werden künftig alle Personen, unabhängig vom Geschlecht, die nach dem 1. Juli 2025 das 18. Lebensjahr vollendet haben oder vollenden, zu gleichen Bedingungen zur Musterung einberufen.

Die Streitkräfte führen zudem neue Wehrpflichtstracks ein, darunter einen Drohnenzug beim Specialoperationskommandot (Kommando für Spezialoperationen). Für bestimmte Dienstposten ist nun auch eine erweiterte Gesundheitsuntersuchung und Eignungsbeurteilung erforderlich.

Verteidigungschef Michael W. Hyldgaard betrachtet laut der Pressemitteilung die neue Ordnung als wichtig für den Aufbau der Kampffähigkeit.

– Wir leihen uns die jungen Menschen für eine Zeit von der Gesellschaft aus. Das verpflichtet. Wir müssen die neue Wehrpflicht auf sichere Weise einführen, sodass die neuen Wehrpflichtigen die Aufgabe als relevant empfinden und sich darin wiederfinden können, sagt der Verteidigungschef.