Das dänische Verteidigungsministerium, die grönländische Selbstverwaltung (Naalakkersuisut) und das Hafenunternehmen Sikuki Nuuk Harbour A/S haben sich darauf geeinigt, im Rahmen der geplanten Erweiterung des Hafens von Nuuk einen Marinesteg zu bauen. Der Steg soll der dänischen Streitkräfte einen dedizierten Standort in der Region bieten und stellt eine konkrete Initiative im Rahmen von Delaftale 2 (Teilabkommen 2) über die Arktis und den Nordatlantik dar.
– Es ist entscheidend, dass die Streitkräfte die bestmöglichen Arbeitsbedingungen haben, um ihre Aufgaben in und um Grönland zu erfüllen, sagt Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen in einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.
Der neue Steg soll etwa 150 Meter lang sein und eine Wassertiefe von etwa 10 Metern aufweisen. Den Plänen zufolge soll er auch von der zivilen Schifffahrt genutzt werden können, wenn er nicht militärisch in Anspruch genommen wird.
– Ein neuer Marinesteg in Nuuk ist ein willkommenes Dual-Use-Projekt, das auch dazu beitragen kann, den wachsenden zivilen Schiffsverkehr in Nuuk zu unterstützen. Das sehe ich sehr positiv, sagt Vivian Motzfeldt, zuständig für Außenangelegenheiten in der grönländischen Selbstverwaltung.
Der Steg soll von Sikuki Nuuk Harbour A/S gebaut, betrieben und verwaltet werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Streitkräfte einen festen Platz in einem Hafen erhalten, dessen Kapazität bisher begrenzt war.
– Es besteht kein Zweifel daran, dass die Einrichtung eines Marinestegs in Nuuk die militärischen Operationen der Streitkräfte in Grönland stärken wird, während gleichzeitig die Nutzung des neuen internationalen Flughafens von Nuuk optimiert werden kann, sagt Generalmajor Søren Andersen, Kommandeur des Arktischen Kommandos, in der Pressemitteilung.
Der Marinesteg ist Teil umfangreicherer Investitionen im Rahmen von Delaftale 2 über die Arktis und den Nordatlantik, die darauf abzielen, Verteidigung und Sicherheit in der Region zu stärken. Insgesamt umfassen die Teilabkommen Investitionen von 27,4 Milliarden dänischen Kronen bis zum Jahr 2033.

