Die dänische Regierung hat die Genehmigung des Finanzausschusses des Folketing (dänisches Parlament) erhalten, um zügig verschiedene Arten von Drohnen und Antidrohnen-Fähigkeiten zu beschaffen. Die Ausgaben sind im bestehenden Finanzrahmen des dänischen Verteidigungsministeriums gedeckt. Dies geht aus einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums vom 15. Juli hervor.
„Die Erfahrungen von der Front in der Ukraine zeigen mit aller Deutlichkeit, welch große Rolle Drohnen und die Fähigkeit, sie zu bekämpfen, auf dem Schlachtfeld spielen. Es besteht daher ein Bedarf, dass die Streitkräfte diesen Bereich schnell weiter stärken. Die Entwicklung geht ungeheuer schnell voran, und es ist entscheidend für die Kampfkraft, dass die Streitkräfte Schritt halten", sagt der dänische Verteidigungsminister Jeppe Bruus.
Laut der Pressemitteilung besteht angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage ein Bedarf, Dänemarks Abschreckungs- und Verteidigungsprofil durch eine zügige Beschaffung weiterer Drohnen- und Antidrohnensysteme weiter zu stärken.
Der Krieg in der Ukraine hat dem Ministerium zufolge gezeigt, dass Drohnen heute einen wesentlichen Faktor darstellen, unter anderem um Gegner auf Distanz bekämpfen zu können. Die Erfahrungen haben zudem gezeigt, dass sowohl der Verbrauch als auch die Erneuerungsrate der Drohnen sehr hoch sind.
Die dänischen Streitkräfte müssen den Einsatz von Drohnen unter anderem für die Nachrichtengewinnung, Überwachung und Aufklärung sowie die Bekämpfung von Gegnern stärken. Ziel der Beschaffung ist es, dass die Drohnen breit in den operativen Einheiten der Streitkräfte eingesetzt werden. Gleichzeitig wird es als entscheidend erachtet, feindliche Drohnen schnell und effektiv bekämpfen zu können, um die eigenen Soldaten zu schützen.
„Der Krieg in der Ukraine hat uns gezeigt, welch wesentlicher Faktor Drohnen- und Antidrohnen-Fähigkeiten, im Zusammenspiel mit konventionellen Mitteln, beim Aufbau einer technisch flexiblen und taktisch anpassungsfähigen Verteidigung sind. Die Initiative unterstützt die zielgerichtete Arbeit der Streitkräfte, massiv in relevante Technologie aufzurüsten", sagt der stellvertretende dänische Verteidigungschef, Generalleutnant Henrik Berg.
Die Gesamtausgaben für die Beschaffung sowie den anschließenden Betrieb und die Wartung sind im bestehenden Finanzrahmen des Verteidigungsministeriums gedeckt. Dies gilt unter anderem für Mittel, die im Rahmen der dänischen Verteidigungsvereinbarung 2024 bis 2033 vom Juni 2023 sowie des Abkommens zur Stärkung der Kampfkraft der Streitkräfte, des sogenannten Accelerationsfonds (Beschleunigungsfonds), vom Februar 2025 bereitgestellt wurden.

