Die dänische Katastrophenschutzbehörde Beredskabsstyrelsen (BRS) und der Staatliche Notfalldienst der Ukraine (SESU – State Emergency Services of Ukraine) haben ein strategisches Abkommen zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich des zivilen Bevölkerungsschutzes geschlossen. Die Vereinbarung umfasst unter anderem gegenseitige Ausbildung, fortgesetzten dänischen Materialstöd sowie den Austausch von Erfahrungen aus Rettungseinsätzen in Kriegsgebieten.
Das Abkommen wurde am 5. Februar 2026 bei einer Zeremonie im Hauptquartier des SESU in Kiew unterzeichnet, wie aus der Pressemitteilung der BRS hervorgeht. Anwesend waren der dänische Minister für gesellschaftliche Sicherheit und Bevölkerungsschutz, Torsten Schack Pedersen, sowie der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko. Die Partnerschaft formalisiert die Zusammenarbeit, die seit Beginn der russischen Invasion besteht.
– Russlands umfassender Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert nun seit fast vier Jahren an. Die massiven Angriffe auf die Zivilbevölkerung und kritische Infrastruktur haben das ukrainische Rettungspersonal stark belastet, das unter schwierigsten Bedingungen vorbildliche Arbeit leistet, sagt Torsten Schack Pedersen in der Pressemitteilung.
Das Kooperationsabkommen ermöglicht es Personal beider Länder, an den Kursen und Ausbildungseinheiten des jeweils anderen teilzunehmen. Dänemark verpflichtet sich, die Ukraine weiterhin mit Material und Ausbildung zu unterstützen, während die Ukraine ihre Erfahrungen im Bereich des Zivilschutzes unter Kriegsbedingungen teilen wird.
Der Direktor der Beredskabsstyrelsen, Kenneth Pedersen, sieht das Abkommen als Möglichkeit, die Kompetenz beider Behörden zu stärken. Er betont den Wert des Wissens, das der ukrainische Rettungsdienst unter Zwang entwickeln musste.
– Der SESU hat vor einem tragischen Hintergrund umfangreiche Erfahrungen im Bereich des zivilen Bevölkerungsschutzes in Kriegs- und Extremsituationen aufgebaut. Aus diesen teuer erkauften Erfahrungen können wir viel lernen. Gleichzeitig werden wir von dänischer Seite unsere ukrainischen Kollegen weiterhin unterstützen und ausbilden, sagt Kenneth Pedersen.
Die Delegation besuchte während ihres Aufenthalts in der Ukraine auch die St.-Michaels-Kathedrale sowie ukrainische Feuerwachen, in denen dänisches Material operativ eingesetzt wird.
Der SESU hat über den Besuch berichtet.
– Wir sind dem dänischen Volk und der dänischen Regierung zutiefst dankbar für ihre verlässliche Unterstützung in dieser äußerst schwierigen Zeit für unser Land. Die Unterstützung, die wir erhalten, hat nicht nur materielle, sondern auch eine große moralische Bedeutung für die ukrainischen Rettungskräfte, sagt Andrij Danyk, Leiter des ukrainischen Rettungsdienstes.

