Dänemark und die Färöer haben sich darauf verständigt, die militärische Aktivität auf und um die Färöer ab 2026 schrittweise zu erhöhen. Die Einsätze sollen in Zusammenarbeit zwischen den dänischen Streitkräften und den färöischen Behörden durchgeführt werden und können gemeinsame Übungen, maritime Präsenz und Flugoperationen umfassen.
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium soll die verstärkte Präsenz periodisch erfolgen und mit den färöischen Behörden abgestimmt werden, darunter die Küstenwache VØRN. Die Aktivitäten können unter anderem gemeinsames Training, Unterstützung für NATO-Marineeinsätze, Patrouillenflüge mit F-35-Kampfflugzeugen sowie die Präsenz von Fregatten und Transportflugzeugen umfassen.
„Mit der Vereinbarung zwischen Dänemark und den Färöern, die Aktivität auf und um die Färöer gemeinsam zu verstärken, senden wir ein klares Signal, dass das Königreich Verantwortung für unsere gemeinsame Sicherheit im gesamten Reich übernimmt. Die Verstärkung erfolgt als Teil der insgesamt erhöhten Präsenz in der Arktis und stellt einen weiteren Beitrag zur NATO dar", sagt der dänische Verteidigungsminister Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.
In einer Pressemitteilung des Außen- und Fischereiministeriums der Färöer wird die Zusammenarbeit als ein gemeinsames Konzept beschrieben, bei dem Einsätze gemeinsam durchgeführt, koordiniert und ausgewertet werden sollen. Laut dem Ministerium soll die verstärkte Aktivität die Fähigkeiten zur Überwachung, Einsatzbereitschaft und Stabilität in der Region stärken.
„In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage ist es eine klare Priorität, die Verteidigungs- und Sicherheitskooperation zwischen den Färöern, Dänemark und unseren Verbündeten zu stärken. Deshalb ist es auch entscheidend, dass Entscheidungen, die die Färöer betreffen, auf den Färöern getroffen werden und dass Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den färöischen Behörden umgesetzt werden", sagt der Außen- und Fischereiminister der Färöer, Bárður á Steig Nielsen, in der Pressemitteilung.
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium soll die verstärkte Aktivität in den Übungsrahmen Arctic Endurance eingebunden und mit der von der NATO geführten Initiative Arctic Sentry verknüpft werden.

