Dänemark hat beschlossen, zunächst zwei Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ Boeing P-8A Poseidon zu beschaffen, um die militärische Präsenz in der Arktis und im Nordatlantik zu stärken. Gleichzeitig soll das Försvarskommandoen (Dänisches Verteidigungskommando) eine Kooperation mit einem NATO-Verbündeten hinsichtlich Betrieb, Wartung und Ausbildung prüfen.

Laut einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums basiert die Entscheidung auf einer militärischen Empfehlung des Verteidigungschefs General Michael Hyldgaard und ist Teil des Verteidigungsabkommens 2024-2033. Die Flugzeuge sollen Dänemarks Fähigkeiten zur Überwachung und U-Boot-Jagd in der Region stärken.

„Das Verteidigungsministerium hat in den vergangenen Jahren, in enger Zusammenarbeit mit dem Naalakkersuisut (Regierung Grönlands), die militärische Präsenz gestärkt, und mit maritimen Überwachungsflugzeugen wird Dänemarks Fähigkeit zur Souveränitätswahrung und Überwachung in der Region erheblich verbessert. Die Beschaffung ist zudem ein klares Signal, dass wir unsere gemeinsame Verantwortung innerhalb der NATO ernst nehmen", sagt Verteidigungsminister Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.

Verteidigungschef Hyldgaard betont, dass die Beschaffung Dänemarks Beitrag zur NATO-Fähigkeit im Bereich der U-Boot-Bekämpfung stärkt und die Möglichkeiten verbessert, ein gemeinsames Lagebild über die Arktis und den Nordatlantik zu erstellen.

„Mit der Beschaffung von zwei neuen P-8-Flugzeugen stärken wir die Fähigkeit des Verteidigungsministeriums, Aufgaben in den Bereichen Aufklärung und Überwachung über sehr große Entfernungen zu erfüllen. Dies wird unter anderem zu einem noch besseren gemeinsamen Lagebewusstsein beitragen", sagt Michael Wiggers Hyldgaard.

Laut dem Ministerium soll das Försvarskommandoen (Dänisches Verteidigungskommando) nun die Möglichkeiten prüfen, die neue Fähigkeit gemeinsam mit einem nicht namentlich genannten NATO-Verbündeten aufzubauen. Die Zusammenarbeit kann unter anderem Beschaffung, Implementierung, Betrieb, Wartung und Ausbildung an einem gemeinsamen Luftwaffenstützpunkt umfassen.