Rund 200 bis 300 dänische Soldaten haben an dem Teil der Übung Namejs 2026 teilgenommen, der im Nordosten Lettlands, acht Kilometer von der russischen Grenze entfernt, durchgeführt wurde. Insgesamt nehmen rund 12.000 Soldaten aus Lettland und anderen NATO-Ländern (Nordatlantikpakt-Organisation) an der monatelangen Übungsserie teil.

Laut der dänischen Verteidigung (Forsvaret) soll die Übung die Verteidigung Lettlands trainieren und das Zusammenwirken zwischen lettischen Verbänden, alliierten Streitkräften und zivilen Behörden erproben. Die dänischen Soldaten sind als gegnerische Kräfte gegenüber den lettischen Einheiten aufgetreten, während die Länder gleichzeitig gemeinsame Verfahren und Koordination geübt haben.

„Durch die Teilnahme an Namejs haben wir dazu beigetragen, die Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten zu stärken und weiterzuentwickeln. Zugleich war es eine besondere Dimension, dass die Übung so nah an der Grenze zu Russland stattfand", sagt Oberstleutnant Karina Wøbbe, Kommandeurin des dänischen Gefechtsbataillons.

Ein besonderer Ausbildungsschwerpunkt war der Einsatz von Drohnen. Die lettischen Streitkräfte haben sie eingesetzt, um den Gegner zu überwachen und zu orten sowie ihn direkt auf dem Gefechtsfeld zu bekämpfen.

Die Übung wurde größtenteils in zivilem Gelände durchgeführt, unter anderem in Dörfern und auf öffentlichen Straßen. Dies erforderte eine enge Zusammenarbeit mit der lettischen Polizei, die die Bevölkerung vor Ort informierte, wenn sich dänische Militärfahrzeuge in der Gegend bewegten.

Die dänischen Teilnehmer stammen aus dem rund 800 Soldaten starken Gefechtsbataillon, das von August 2026 bis Januar 2027 in Lettland stationiert ist. Das Bataillon ist Teil der kanadisch geführten Multinational Brigade Latvia, die wiederum zur Multinational Division North gehört.

Namejs 2026 wird an mehreren Orten in Lettland bis zum 8. Oktober fortgesetzt.