Ein neuer europäischer Verteidigungsfonds mit Sitz in Kopenhagen (Dänemark) wurde ins Leben gerufen, mit dem Ziel, in kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Verteidigung, Cybersicherheit und kritische Infrastruktur zu investieren. Hinter dem Fonds, der den Namen ETNA erhalten hat, stehen die dänischen Pensionsgesellschaften PensionDanmark, AP Pension und AkademikerPension, die gemeinsam 1,6 Milliarden dänische Kronen beisteuern.

PensionDanmark investiert 100 Millionen Euro in den Fonds, während AP Pension und AkademikerPension mit 70 bzw. 50 Millionen Euro einsteigen. Der Fonds soll ein führender Akteur in Europa in seinem Segment werden und hat nach Angaben der Initiatoren das Potenzial, sowohl zur Stärkung der Resilienz in der Region als auch zu stabilen Renditen für Pensionssparer beizutragen.

Zu den Gründern gehören Frederik Busch, ehemaliger Partner bei CataCap, Florian Funk, ehemaliger Partner bei EQT, sowie Wolff van Sintern, ehemaliger Senior Partner bei McKinsey und global verantwortlich für den Verteidigungssektor.

Laut Peter Stensgaard Mørch, Geschäftsführer von PensionDanmark, handelt es sich um eine Investition, die gesellschaftliche Verantwortung mit finanziellem Potenzial verbindet.

– Der Bedarf an Verteidigungsinvestitionen in Europa ist sowohl akut als auch langfristig. Mit ETNA können wir dazu beitragen, Europas Innovationsfähigkeit und Sicherheit zu stärken und gleichzeitig unseren Mitgliedern eine gute Rendite zu liefern, sagt er in einem Kommentar.

Der Beirat des Fonds umfasst mehrere Akteure mit Hintergrund in Verteidigungsführung und Politik, darunter Dänemarks ehemaliger Verteidigungsminister Jakob Ellemann-Jensen und Katrin Suder, ehemalige Staatssekretärin im deutschen Bundesministerium der Verteidigung.

Der Fonds hat seinen Hauptsitz in Kopenhagen (Dänemark) sowie eine Niederlassung in München (Deutschland).