Dänemark hat einen Vertrag über vier neue Meeresumwelt- und Minenlegerschiffe unterzeichnet, die die derzeitigen Schiffe der Marine in diesem Bereich ersetzen sollen. Die Schiffe sollen sowohl zivile als auch militärische Aufgaben erfüllen können, darunter Minenlegung, Seeüberwachung und die Wahrung dänischer Souveränität.
Laut einer Pressemitteilung der Dänischen Beschaffungs- und Logistikbehörde des Verteidigungsministeriums (FMI, Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse) wurde der Vertrag mit dem Konsortium Orlogsskibe Danmark geschlossen, das aus den dänischen Unternehmen OSK Design, Karstensens Skibsværft und Hvide Sande Shipyard besteht.
„Ich freue mich, diesen Vertrag zu unterzeichnen. Mit den neuen Schiffen erhält die Marine moderne Fähigkeiten für die Meeresumweltbereitschaft. Sie werden es ermöglichen, Aufgaben im Bereich des Meeresumweltschutzes effizient und im Einklang mit den internationalen Konventionen zu erfüllen, denen Dänemark unterliegt", sagt Flotillenadmiral Claus Lundholm Andersen, Leiter des Marineprogramms bei der FMI, in der Pressemitteilung.
Die neuen Schiffe sind Teil des dänischen Flottenplans im Rahmen des Verteidigungsabkommens 2024 bis 2033. Neben Meeresumwelteinsätzen sollen sie Seeminen legen sowie Aufgaben wie Fahrwasserüberwachung und Souveränitätswahrung unterstützen können. Die Schiffe werden von der FMI beschafft, von der dänischen Marine (Søværnet) bemannt und im Rahmen von Meeresumwelteinsätzen unter dem Ministerium für Gesellschaftssicherheit und Bereitschaft (Ministeriet for Samfundssikkerhed og Beredskab) eingesetzt.
Laut FMI begann die Stahlverarbeitung für den ersten Rumpf am 10. Juni auf der Werft von Karstensens Skibsværft in Danzig (Polen). Der Rumpf soll anschließend nach Hvide Sande (Dänemark) geschleppt werden, wo er ausgerüstet und fertiggestellt wird. Die erste operative Auslieferung ist für den Jahreswechsel 2028/2029 geplant.
In einer separaten Pressemitteilung bezeichnet Orlogsskibe Danmark den Vertrag als einen wichtigen Schritt für die dänische Werftindustrie. Das Konsortium hebt hervor, dass es das erste Mal seit 2016 ist, dass neue Schiffe für die dänische Marine auf dänischen Werften gebaut werden, und sieht das Projekt als Beginn einer größeren Rolle der dänischen Industrie bei der maritimen Aufrüstung.
„Für uns geht es nicht nur um vier Schiffe. Es geht auch darum zu zeigen, dass die dänische Industrie eine größere Rolle übernehmen kann, wenn die Marine in den kommenden Jahren gestärkt werden soll", sagt Jacob Høgh Thygesen, Geschäftsführer von OSK Design.
Das Konsortium gibt an, dass Design, Ausrüstung, Fertigstellung und künftige Wartung in Dänemark durchgeführt werden, während die größeren Rümpfe auf der Tochterwerft von Karstensens in Polen gebaut werden. Der Vertrag hat einen Wert von rund 1,9 Milliarden dänischen Kronen, und die Auslieferungen werden zwischen 2028 und 2030 erwartet.

