Dänemark wird im August eine Kompanie Wehrpflichtiger nach Grönland entsenden, um an der Übung Arctic Endurance teilzunehmen. Laut einer Pressemitteilung der dänischen Streitkräfte (Forsvaret) handelt es sich um den ersten Jahrgang, der den neuen elfmonatigen Wehrdienst absolviert und damit an operativen Aktivitäten teilnehmen kann.
Die Wehrpflichtigen haben eine fünfmonatige Grundausbildung in Haderslev (südliches Dänemark) absolviert und werden anschließend dieselben Aufgaben übernehmen wie frühere dänische Beiträge zu Arctic Endurance. Dazu können unter anderem Überwachungsaufgaben, Winterausbildung und Übungen gemeinsam mit alliierten Streitkräften gehören. Die Wehrpflichtigen ergänzen die professionellen Verbände, die an der Übung teilnehmen, ersetzen diese jedoch nicht.
„Die Regierung und die dänischen Streitkräfte nehmen die Sicherheit des Königreichs sehr ernst. Der Zweck des neuen elfmonatigen Wehrdienstes besteht darin, dass die Wehrpflichtigen ausgebildet werden, um an den Aufgaben der Streitkräfte teilnehmen zu können, beispielsweise in Grönland. Das stärkt nicht nur die Sicherheit und Abschreckung in Grönland, sondern auch die Kampfkraft der Streitkräfte und ihre Fähigkeit, unter schwierigen Wetter- und Naturbedingungen zu operieren", sagt Verteidigungsminister Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.
Der neue Wehrdienst umfasst fünf Monate Grundausbildung, gefolgt von sechs Monaten operativem Dienst. Wehrpflichtige sollen auch an Einsätzen außerhalb der dänischen Grenzen in NATO-Ländern teilnehmen können, unter anderem im Rahmen der kollektiven Abschreckung der NATO. Laut der Pressemitteilung ist geplant, dass künftig mehr Wehrpflichtige die Möglichkeit erhalten, an Aktivitäten in Grönland teilzunehmen.
Wie Nordic Defence Sector im Februar berichtete, führte Dänemark Anfang dieses Jahres einen neuen elfmonatigen Wehrdienst ein, bestehend aus fünf Monaten Grundausbildung und sechs Monaten operativem Dienst.
„Es ist erfreulich, dass Wehrpflichtige nun zum Auftrag der Streitkräfte in Grönland beitragen können. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Wehrdienst wieder eine wichtige Kapazität darstellt, die konkrete Aufgaben erfüllen und damit die Gesamtkampfkraft der Streitkräfte stärken kann", sagt Verteidigungschef General Michael Wiggers Hyldgaard in derselben Mitteilung.

