Dänemark hat die Verlegung eines Gefechtsbataillons nach Camp Valdemar in Lettland abgeschlossen. Über 800 dänische Soldaten und Hunderte Fahrzeuge sind in Lettland angekommen. Der Verband soll bis Januar 2027 zur Nato-Verteidigung der Ostflanke beitragen. Das Bataillon soll in die Nato-Bereitschaft eingebunden werden und gemeinsam mit den übrigen Verbänden der kanadisch geführten multinationalen Brigade im Land üben.

Das dänische Verteidigungsministerium teilt mit, dass Militärfahrzeuge und weiteres Material auf dem Seeweg von Dänemark aus transportiert wurden, eskortiert von der dänischen Fregatte Esbern Snare. Der Einsatz wurde im Rahmen der Joint Expeditionary Force koordiniert und mit Unterstützung der schwedischen Korvette HMS Nyköping sowie eines britischen Seefernaufklärungsflugzeugs des Typs P-8 durchgeführt.

Der Großteil der Soldaten wurde gleichzeitig mit einem kombinierten Transport- und Luftbetankungsflugzeug der multinationalen MRTT-Einheit, an der sich Dänemark beteiligt, nach Lettland eingeflogen. Der Flug wurde von dänischen, schwedischen und türkischen Kampfflugzeugen eskortiert.

„Mit unserer Verlegung nach Lettland zeigen wir Dänemarks Willen, eine starke kollektive Verteidigung der Nato-Ostflanke aufzubauen und damit mögliche Gegner davon abzuschrecken, unsere Verbündeten anzugreifen", sagt die Bataillonskommandeurin, Oberstleutnant Karina Wøbbe.

Während des Einsatzes soll das Bataillon an einer Reihe von Übungen gemeinsam mit alliierten Verbänden teilnehmen. Ziel sei es, die Gefechtsfähigkeit der Brigade zu stärken, im lettischen Gelände zu üben und die Fähigkeit zum Einsatz in einem multinationalen Umfeld weiterzuentwickeln.

Es ist das fünfte Mal seit Russlands umfassender Invasion der Ukraine 2022, dass Dänemark ein Gefechtsbataillon nach Lettland entsendet.