In bezahlter Zusammenarbeit mit Ideon Science Park: Am 29. April versammeln sich Unternehmen, Behörden und Forscher beim Försvarstag (Verteidigungstag) in Lund (Südschweden) – mit dem Ziel, die schwedische Verteidigungsinnovation voranzutreiben. Hinter der Initiative steht Ideon Science Park, der der Ansicht ist, dass Schweden die notwendigen Strukturen fehlen, damit Technologien schnell skaliert und in den Einsatz gebracht werden können.
Schweden verfügt heute sowohl über Technologien, Kompetenzen als auch Unternehmen mit Lösungen, die dazu beitragen können, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Doch der Weg von der Idee zur praktischen Anwendung ist oft unklar, insbesondere für Akteure außerhalb der traditionellen Verteidigungsindustrie.
– Wir verfügen über weltweit führende Forschung in Bereichen wie KI, Quantentechnologie und Cybersicherheit. Wir haben Startups, die fortschrittliche Entscheidungsunterstützungssysteme, Sensoren und Drohnenlösungen entwickeln. Aber zu wenige davon erreichen eine Testumgebung, ein Pilotprojekt oder eine Ausschreibung, sagt Johan Vaernholt, Geschäftsentwicklungsleiter bei Ideon Science Park und ehemaliger Berufsoffizier.
Ideon betreibt seit zwei Jahren eine Initiative zur Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verteidigung mit dem Ziel, langfristige Strukturen für die Zusammenarbeit zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf Dual-Use-Lösungen, Testumgebungen, Beschleunigerprogrammen und einer schnelleren Verifizierung von Technologien mit Potenzial.
– Andere Länder bewegen sich schneller. Wir sehen die Notwendigkeit, das Tempo zu erhöhen und ein neutrales, funktionierendes Umfeld zu schaffen, in dem neue Lösungen auf tatsächliche Bedürfnisse treffen, sagt Vaernholt.
Der NATO-Beitritt Schwedens (2024) eröffnet ihm zufolge auch neue Türen: Anforderungen an die Interoperabilität, aber auch Möglichkeiten für internationale Zusammenarbeit und Export.
Der Försvarstag in Lund vereint wichtige Akteure
Am 29. April wird der Försvarstag bei Ideon in Lund (Südschweden) veranstaltet, ein Forum, zu dem Unternehmen, Investoren, Behörden und Forscher eingeladen werden, um zu diskutieren, wie die schwedische Innovationskraft schneller im Verteidigungssektor nutzbar gemacht werden kann.
– Wir wissen, dass sowohl kleine Technologieunternehmen als auch die Großindustrie einen Beitrag leisten wollen. Jetzt geht es darum, Strukturen zu schaffen, die dies ermöglichen, sagt Johan Vaernholt.
Zu den Rednern gehört Erik Melin von der Saab Group, der Saabs Perspektive auf Verteidigungsinnovation vorstellt.

