Oberst Jørn Qviller wurde zum neuen Kommandeur der Brigade Nord in der norwegischen Armee ernannt. Die Entscheidung wurde am Freitag im Staatsrat getroffen, wie aus einer Pressemitteilung der norwegischen Streitkräfte (Forsvaret) hervorgeht. Qviller tritt den Dienst zu einem Zeitpunkt an, der vom norwegischen Verteidigungsministerium noch festgelegt wird.

Qviller wird gleichzeitig zum Brigadegeneral befördert und tritt damit die Nachfolge von Brigadegeneral Terje Bruøygard an, der zur Weiterbildung am Royal College of Defence Studies in London entsandt wird.

Er kommt zuletzt aus der Funktion als Leiter der militärstrategischen Abteilung im norwegischen Verteidigungsstab, hatte jedoch zuvor auch das Kommando über das Finnmark Landforsvar (FLF) innegehabt, das später zur Finnmarksbrigade wurde. Diesen Posten gab er ab, nachdem Norwegen Anfang dieses Jahres beschlossen hatte, die neue Finnmarksbrigade aufzustellen. Brigadegeneral John Olav Fuglem leitet nun den Aufbau der neuen Brigade auf Grundlage des bestehenden Finnmark Landforsvar.

„Mit Oberst Jørn Qviller erhält die Brigade Nord einen sehr erfahrenen und kompetenten Kommandeur. Qviller verfügt über umfangreiche Erfahrung unter anderem aus internationalen Operationen und war zuvor stellvertretender Kommandeur des Aufklärungsbataillons, Kommandeur des Jägerbataillons GSV sowie später des Finnmark Landforsvar", erklärt Armeechef Generalmajor Lars S. Lervik in der Pressemitteilung.

Laut Lervik wird Qviller die Weiterentwicklung der Brigade Nord vorantreiben, unter anderem durch die Einführung eines vierten mechanisierten Bataillons sowie neuer Kampfpanzer.

„Er kennt das Operationsgebiet der Armee sehr gut. Er verfügt über die besten Voraussetzungen, um unsere Verteidigungsplanung in enger Zusammenarbeit mit der Finnmarksbrigade und den übrigen Verbänden der Armee weiterzuentwickeln", so Lervik.