Die Beziehungen zwischen Brasilien und Schweden haben sich zunehmend vertieft. Im Mai besuchte der schwedische Minister für Zivilverteidigung, Carl-Oskar Bohlin, das Land, um gemeinsam mit Präsident Lula da Silva eine Test- und Produktionsanlage für den Saab Gripen E/F einzuweihen, worüber Försvarssektorn Nyheter bereits berichtet hatte. Nach dem Staatsbesuch schrieb Bohlin in einem LinkedIn-Beitrag, dass das Gripen-Geschäft „schlicht und einfach gut für die schwedische Sicherheit und die schwedischen Steuerzahler" sei. Saab und das brasilianische Unternehmen Embraer haben ihre Zusammenarbeit ebenfalls vertieft. Auf der Verteidigungsmesse LAAD2023 in Rio de Janeiro im April gaben die Unternehmen bekannt, eine Absichtserklärung zur gegenseitigen Unterstützung ihrer Exportmöglichkeiten unterzeichnet zu haben: Embraer soll Saab dabei helfen, den Gripen in weiteren lateinamerikanischen Ländern zu verkaufen, während Saab im Gegenzug Embraer bei der Vermarktung des Transportflugzeugs KC-390 gegenüber der schwedischen Luftwaffe unterstützen soll.
An der LAAD2023 nahm auch eine schwedische Delegation aus Diplomaten und Beamten teil. Laut der schwedischen Botschafterin in Brasilien, Karin Wallensteen, besuchten sie selbst, Ehrenkonsul Jan Lomholdt, Vertreter des Verteidigungsministeriums und der Luftwaffe sowie Peter Sandwall, Staatssekretär von Verteidigungsminister Pål Jonson, die Messe. Auch BAE Systems Hägglunds aus Örnsköldsvik (nordschwedische Küstenstadt) war mit einem eigenen Stand vertreten, der von der schwedischen Delegation besucht wurde. Am Stand konnten Besucher das Fahrzeug mithilfe von VR-Technologie erleben.
Einige Tage später im selben Monat teilte Mark Collins, Kommunikationschef von BAE Systems unter anderem für Lateinamerika, gegenüber Reuters mit, dass Hägglunds einen CV90 in Brasilien evaluieren lassen werde. Laut Mark Collins könnte das Angebot auch die Einrichtung einer inländischen Produktion oder Endmontage umfassen.

