Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) hat einen Vertrag mit dem deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) zur Modernisierung der Kampfpanzer der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) unterzeichnet. 44 Kampfpanzer werden zu einem Gesamtpreis von 3,5 Milliarden Schwedischen Kronen renoviert und modifiziert und erhalten anschließend eine neue Bezeichnung: Stridsvagn 123A. Die Auslieferungen an die Schwedischen Streitkräfte beginnen ab 2026, teilt die FMV in einer Pressemitteilung mit.

„Kampfpanzer werden für lange Zeit das Rückgrat der Brigaden des Heeres bilden. Das ist eine Schlussfolgerung, die wir aus dem laufenden Krieg in der Ukraine ziehen können. Die Bestellung, die wir jetzt bei KMW aufgeben, bedeutet eine erhebliche Modernisierung unseres Kampfpanzerbestands und verlängert die Lebensdauer der Fahrzeuge mindestens bis in die 2030er Jahre", sagt Jonas Lotsne, Leiter des Bereichs Heersmaterial bei der FMV, in der Pressemitteilung. Die Behörde schreibt, dass dies der Beginn der umfangreichsten Modernisierung des Stridsvagn 122 seit der Beschaffung der Fahrzeuge Anfang der 2000er Jahre ist. Die Modernisierung umfasst unter anderem den Austausch nahezu aller elektronischen Komponenten des Fahrzeugs, sodass das System mit den übrigen modernen Leopard-2-Varianten vereinheitlicht wird, eine neue Kanone im Kaliber L55 mit erweiterten Möglichkeiten zur Programmierung von Munition, neue Nachtsichtgeräte für Schützen und Fahrzeugführer, eine Nachtsichtkamera für den Fahrer sowie ein neues Laufwerksaggregat einschließlich Ketten.