Alle zehn Mitgliedsländer der Joint Expeditionary Force (JEF) haben sich auf einen neuen Rahmen für die maritime Zusammenarbeit geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Länder die Kooperation unter anderem in den Bereichen Ausbildung, operative Planung, Logistik und Fähigkeitsentwicklung vertiefen, um die Interoperabilität zwischen den beteiligten Marinen zu erhöhen.
Laut einer Pressemitteilung der britischen Marine, der Royal Navy, sieht die sogenannte Maritime Proposition vor, dass die JEF-Länder von wiederkehrenden gemeinsamen Aktivitäten zu einer stärker integrierten maritimen Zusammenarbeit übergehen wollen. Ziel ist es, dass die Seestreitkräfte bei Bedarf schneller zusammengestellt werden und gemeinsam operieren können.
Die Zusammenarbeit umfasst Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien. Im Rahmen der Vereinbarung sollen die Länder unter anderem Doktrin, Ausbildung, operative Planung, Logistik und Fähigkeitsentwicklung koordinieren. Die Ambition besteht auch darin, die Möglichkeiten zur Nutzung gemeinsamer Standards zu erweitern und langfristig etwa Ausrüstung, Ersatzteile, Munition und Personal zwischen den beteiligten Marinen teilen oder austauschen zu können.
„Der Vorschlag, auf den sich alle zehn JEF-Länder nun geeinigt haben, bedeutet einen historischen Wandel. Es geht darum, von periodischer Zusammenarbeit zu einer wirklich integrierten Arbeitsweise überzugehen, bei der unsere Streitkräfte schnell zusammengestellt werden und sofort gemeinsam handeln können, wenn es nötig ist", sagt der britische Marinechef, Admiral Sir Gwyn Jenkins, in einer Pressemitteilung.
Laut der britischen Marine soll die Zusammenarbeit auch gemeinsame Standards für Ausbildung und Bereitschaft, eine verbesserte operative Planung sowie integrierte Lösungen für Instandhaltung und Versorgung über nationale Grenzen hinweg umfassen. Die Länder sollen zudem die Entwicklung künftiger maritimer Fähigkeiten koordinieren.

