Das dänische Verteidigungsministerium beabsichtigt, einen Vertrag mit Air Greenland abzuschließen, um Teile der Transport- und Überwachungsaufgaben der Streitkräfte auf Grönland zu übernehmen. Die Lösung umfasst zwei speziell ausgerüstete Flugzeuge und ist Teil des dänischen Verteidigungsengagements in der Arktis und im Nordatlantik.
In einer Pressemitteilung gibt das dänische Verteidigungsministerium an, dass die Entscheidung dem Verteidigungsabkommen für den Zeitraum 2024 bis 2033 folgt, in dem festgelegt wurde, dass die Challenger-Flugzeuge der Streitkräfte außer Dienst gestellt und durch eine Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter ersetzt werden sollen.
Die zwei Flugzeuge sollen mit zusätzlichen Treibstofftanks sowie Sensoren und Überwachungssystemen für unter anderem Überwachungs- und Rettungseinsätze ausgestattet werden.
„Mit Air Greenland haben wir einen starken Anbieter gefunden, der die Aufgaben der Streitkräfte im Bereich Transport und Überwachung auf Grönland übernehmen kann. Sie haben die besten Voraussetzungen, um die Aufgabe zu erfüllen, da sie das Gebiet und das einzigartige Klima Grönlands kennen. Durch das Leasing von zwei Flugzeugen wird die Verfügbarkeit erhöht, was für die Durchführung des Auftrags entscheidend ist", sagt der dänische Verteidigungsminister Jeppe Bruus in der Pressemitteilung.
Auch die grönländische Regierung begrüßt die Lösung.
„Es ist eine wichtige Aufgabe, lokalen Nutzen und lokale Verankerung sicherzustellen, wenn die Streitkräfte ihre Präsenz auf Grönland stärken. Es freut mich daher, dass breite Einigkeit darüber besteht, die Transport- und Überwachungskapazität in Zusammenarbeit mit einem lokalen Akteur zu stärken", sagt Múte B. Egede, Naalakkersuisoq für Außenangelegenheiten, Wirtschaft und Rohstoffe.
Gemäß dem Arktischen Kommando bedeutet der Vertrag, dass den Streitkräften eine weitere zivile Kapazität für Überwachungs- und Rettungseinsätze in der Arktis und im Nordatlantik hinzugefügt wird.
Der Vertrag setzt die Genehmigung des dänischen Finanzausschusses voraus und umfasst insgesamt 1,6 Milliarden dänische Kronen für den Zeitraum 2028 bis 2037.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein nordisches Land zivile Flugzeugbetreiber als Teil der Gesamtverteidigung (Totalförsvar) einsetzt. Nordic Defence Sector berichtete 2024, dass die norwegischen Streitkräfte einen neuen Vertrag mit SAS über strategischen Lufttransport abschlossen, einschließlich Evakuierungs- und Krankentransporteinsätzen für Zivilisten und Militärangehörige bei nationalen und internationalen Operationen.

