Die schwedische Musterungsbehörde (Plikt- och prövningsverket) lädt etwas mehr als 30.000 Jugendliche des Jahrgangs 2008 zur Musterung ein, die im Mai 2026 beginnt. Nach Abschluss der Prüfungen wird erwartet, dass rund 10.000 Personen in den Jahren 2027 und 2028 eine Grundausbildung im Rahmen der Wehrpflicht oder des Zivildienstes aufnehmen.
– Der Hauptzweck der Grundausbildung besteht darin, die militärische und zivile Verteidigung mit ausgebildetem und geübtem Personal zu versorgen. Dies ist ein zentraler Bestandteil der Stärkung der gesamten Verteidigungsfähigkeit Schwedens, sagt Peter Göthe, Generaldirektor der Plikt- och prövningsverket.
Laut einer Pressemitteilung der Behörde wird die Musterung des Jahrgangs bis April 2027 andauern. Die Einberufung wird etwa zwei Monate vor dem Vorstellungstermin an die Prüfungsstellen in Stockholm, Malmö (Südschweden), Göteborg (Westschweden) oder Umeå (Nordschweden) versandt. Wer nach der abgeschlossenen Prüfung eingeschrieben wird, ist anschließend gesetzlich verpflichtet, die Ausbildung zu absolvieren.
Früher in diesem Jahr wurde das Musterungsformular an rund 111.500 Jugendliche versandt. Die Rücklaufquote betrug 97,5 Prozent. Die Personen, die als am besten geeignet hinsichtlich ihrer körperlichen, psychischen und medizinischen Voraussetzungen eingestuft werden, werden für die Einschreibung ausgewählt, so die Behörde. Die Ausbildungsdauer wird zwischen drei und fünfzehn Monaten variieren.
Neben der militärischen Wehrpflicht besteht die Möglichkeit, für den Zivildienst im kommunalen Rettungsdienst eingeschrieben zu werden. Diese Ausbildung soll die Besetzung und Belastbarkeit gesellschaftlich wichtiger Funktionen im Falle erhöhter Bereitschaft sicherstellen. Personen, die bei der Musterung zugelassen werden, aber keinen Platz erhalten, werden in die Ausbildungsreserve aufgenommen, die die Regierung aktivieren kann, um die Anzahl der Eingeschriebenen schnell zu erhöhen.
Die Behörde betont die Wichtigkeit, korrekte Angaben zu machen, und führt laufend Kontrollen der eingegangenen Antworten durch.
– Das System basiert darauf, dass alle korrekte Angaben machen. Wenn wir den Verdacht haben, dass jemand absichtlich falsche Informationen angegeben hat, können wir Unterlagen anfordern, um eine korrekte Beurteilung vornehmen zu können, fährt Peter Göthe fort.
Personen über 18 Jahre, die nicht automatisch einberufen werden, haben die Möglichkeit, einen eigenen Antrag auf Musterung einzureichen.

